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Ott: Reiches Land muss Pflegeheime vor Hitze schützen
Klimaanlagen für Pflegeheime und Schulen – auf Kosten des Landes: SPD-Oppositionsführer in Nordrhein-Westfalen Jochen Ott verlangt vom Land rasche Hilfe für die Schwächsten in der Hitzewelle. Es könne nicht sein, dass Angehörige sich Sorgen darum machen müssten, ob Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen die nächsten Tage überhaupt überleben.
Als Konsequenz aus der Hitzewelle hat der nordrhein-westfälische SPD-Oppositionsführer Jochen Ott Maßnahmen des Landes für Pflegeheime, Schulen, Kitas und Krankenhäuser gefordert. „Es kann nicht sein, dass in so einem reichen Land Menschen Sorge haben müssen, ob ihre hochbetagten Familienangehörigen in Pflegeheimen die nächsten Tage überhaupt überleben“, sagte Ott vor Journalisten in Düsseldorf. Es dürfe auch nicht passieren, dass in Grundschulen und Kitas morgens früh um 8.00 Uhr schon Temperaturen bei 30 Grad erreicht würden.
Die klimagerechte Ausstattung all dieser Einrichtungen sei Aufgabe der Länder, so Ott, der SPD-Spitzenkandidat für die NRW-Landtagswahl im April 2027 ist. Städte und Gemeinden seien so knapp bei Kasse, dass Kühlungsmaßnahmen oft am fehlenden Geld scheiterten.
Appell an Wirtschaftsministerin
Für NRW forderte Ott von Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) ein Förderprogramm für Klimaanlagen etwa in Pflegeeinrichtungen, das über die NRW.Bank gefördert werden sollte. Die NRW.Bank habe ja auch etwa E-Autos gefördert. „Wenn man das kann, dann kann man auf jeden Fall auch Förderprogramme für Klimaanlagen kurzfristig auf den Weg bringen.“
Bei der Finanzierung notwendiger Kühlungsmaßnahmen dürfe jetzt kein Schwarze-Peter-Spiel losgehen, warnte Ott. Bei Pflegeheimen aber gebe es bisher gar keine entsprechenden Pläne. „Ich muss sagen, es beschämt mich zutiefst, dass alte Menschen im Pflegeheim oder im Seniorenheim keinen Ort haben, der unter 35 Grad warm ist im Laufe des Tages.“
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