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Allianz gegen Einsamkeit startet mit über 100 Erstunterzeichnenden

Zum Auftakt der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ startet am 22. Juni in Berlin die Allianz gegen Einsamkeit. Mehr als 100 Erstunterzeichnende aus Ländern, Kommunen, Verbänden und Wissenschaft tragen das vom Bundesfamilienministerium initiierte Bündnis mit. Ziel ist es, Maßnahmen zur Vorbeugung und Linderung von Einsamkeit gesellschaftlich zu verankern.

Seniorin im Rollstuhl schaut aus dem Fenster
Einsamkeit kann Menschen in allen Lebensphasen treffen, besonders aber Senioren. Foto: Adobe Stock/ didesign

Die Allianz wird bei der 5. KNE-Konferenz „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ gestartet. Veranstalter sind das Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Die Konferenz beginnt um 13 Uhr im Berliner KOM27 und wird per Livestream übertragen. Die Aktionswoche läuft vom 22. bis 28. Juni 2026 – bereits zum vierten Mal. Sie soll für Einsamkeit sensibilisieren und lokale Begegnungsangebote sichtbarer machen.

Bündnis aus vielen Bereichen

Die Allianz bündelt Kräfte aus Gesundheitswesen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Grundlage ist die Weiterentwicklung der Einsamkeitsstrategie der Bundesregierung. Der Bund versteht sich als Plattform für Austausch und Zusammenarbeit. Zusätzlich fördert er Forschung und Modellprojekte.

Neuer Preis für Engagement

Erstmals wird ein Deutscher Gemeinsamkeitspreis verliehen. Bundesfamilienministerin Karin Prien sagt: „Einsamkeit kann Menschen in allen Lebensphasen treffen – mit Folgen für die Betroffenen und für die Gesellschaft.“ Der Preis würdige das Engagement gegen Einsamkeit.

Dr. Irina Volf vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik betont: „Einsamkeit ist ein soziales, gesundheitliches und gesellschaftliches Thema.“ Prävention und Hilfe müssten deshalb viele Bereiche einbeziehen.