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Horbach in DPR-Fachkommission „Scope of Practice“ berufen
Prof. Annegret Horbach von der Frankfurt University of Applied Sciences ist in die Fachkommission „Scope of Practice“ des Deutschen Pflegerats (DPR) berufen worden. Die Kommission soll einen bundesweit einheitlichen Handlungsrahmen für Pflegefachpersonen erarbeiten. Hintergrund ist die im November 2025 beschlossene Erweiterung pflegerischer Kompetenzen durch das Befugniserweiterungs- und Entbürokratisierungsgesetz (BEEP).
Nach Mitteilung der Frankfurt UAS bündelt der DPR in seinen Fachkommissionen Expertise aus Pflegepraxis, Pflegewissenschaft und Management. Die Kommission, der Horbach angehört, widmet sich der Ausgestaltung des erweiterten pflegerischen Aufgabenspektrums und der gesetzlichen Verankerung der Pflege als eigenständigem Heilberuf. Ziel ist ein Muster-„Scope-of-Practice“ als wissenschaftlich fundierter Handlungsrahmen für Pflegefachpersonen.
Erweiterte Kompetenzen durch BEEP
Der „Scope of Practice“ beschreibt laut Mitteilung den gesetzlich und fachlich definierten Rahmen jener Aufgaben, die Pflegefachpersonen eigenverantwortlich ausführen können und dürfen. Mit dem im November 2025 verabschiedeten BEEP-Gesetz seien diese Kompetenzen in Deutschland maßgeblich erweitert und berufsrechtlich klargestellt worden.
„Es freut mich sehr, dass ich den Dachverband und die zugleich maßgebliche Organisation der Pflegeberufe in Deutschland auch in diesem Thema unterstützen darf“, erklärte Prof. Dr. Annegret Horbach, Professorin für klinische Pflegewissenschaft und -forschung an der Frankfurt UAS, anlässlich ihrer Berufung. Es erfülle sie mit Stolz, „an dieser für die professionelle Pflege in Deutschland grundsteinlegenden Aufgabe mitwirken zu dürfen“.
Mehrfache Gremienarbeit der Wissenschaftlerin
Horbach war nach Angaben der Hochschule bereits 2022 in den Expertenrat „Pflegewissenschaft/Hebammenwissenschaft und Pandemie“ und 2025 in die Fachkommission „Pflegebildung und Pflegewissenschaft“ berufen worden. Seit Oktober 2024 gehört sie zudem der Fachkommission nach § 53 Pflegeberufegesetz an. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen in der quantitativen und qualitativen Pflege- und Versorgungsforschung, im Evidence-based Nursing sowie in der erweiterten Pflegepraxis (Advanced Practice Nursing).
Vor ihrem Ruf an die Frankfurt UAS war Horbach laut Mitteilung wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Projektleiterin bei der Robert-Bosch-Stiftung im Bereich Gesundheit und Humanitäre Hilfe. Sie ist zudem Honorarprofessorin an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und leitet ein kooperatives Promotionskolleg, das mit Förderung des damaligen Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst initiiert wurde.
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