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KDA-Vorständin Zurkuhlen: Nachbarschaftshilfe braucht Struktur

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat anlässlich des Tages der Nachbarschaft eine stärkere Verankerung von Nachbarschaftsnetzwerken und integrierten örtlichen Versorgungsstrukturen in der Pflegereform gefordert. Ein wichtiges Branchenevent zu diesem Thema steht im Herbst an.

Foto: privat Dr. Alexia Zurkuhlen: "Reform der Pflege sollte Netzwerke und integrierte örtliche Strukturen stärken."

„Viele Menschen sind bereit, in der Nachbarschaft zu helfen. Doch nicht immer finden sich das passende Angebot und die Nachfrage. Also braucht Nachbarschaftshilfe Koordination“, unterstrich Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), anlässlich des Tages der Nachbarschaft. „Nach unserer Erfahrung mit dem Aufbau von Nachbarschaftsnetzwerken sollten die Hilfsstrukturen möglichst wohnortnah und niederschwellig organisiert werden“, so Zurkuhlen. Die Pflegereform müsse Netzwerke und integrierte örtliche Strukturen stärken.

Servicepunkte koordinieren ehrenamtliche Angebote

Das KDA hat in fünf Bundesländern Nachbarschaftshilfe-Netzwerke aufgebaut und über sogenannte Servicepunkte koordiniert. Die Leistungen der Servicepunkte werden inzwischen vielerorts von Pflegestützpunkten angeboten. Hier werden ehrenamtliche Angebote zur Unterstützung im Alltag für pflegebedürftige Menschen wohnortnah gesammelt und bei Bedarf vermittelt sowie Versicherungen und Schulungen organisiert. Einen Anspruch auf Unterstützungsangebote im Alltag nach §45a SGB XI haben Menschen, die zuhause gepflegt werden.

Caring Communities als Zukunftsmodell

„Nachbarschaftshilfe ist ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Hilfenetzwerks, das eine selbstständige Lebensführung im eigenen Zuhause unterstützt und stabilisiert. Zudem können aktivierte Nachbarschaften mögliche Folgen aus sozialer Isolation abmildern“, betonte Zurkuhlen. „Mit Blick auf den Wunsch der meisten Menschen, im eigenen Umfeld versorgt zu werden, sollte Pflege der Zukunft in Caring Communities gestaltet werden. Hierzu müssen Nachbarschaftsnetzwerke sowie integrierte örtliche Versorgungsstrukturen im Rahmen der Pflegereform deutlich gestärkt werden. Auf kommunaler Ebene braucht es die Verzahnung mit einer verbindlichen Pflegestrukturplanung.“

Versorgungsquartiere planen und betreiben – jetzt Ticket sichern

Wie sich tragfähige Versorgungsstrukturen im Quartier entwickeln lassen, steht im Mittelpunkt der Häusliche Pflege Konferenz „Versorgungsquartiere – planen und betreiben“ am 30. September und 1. Oktober 2026 in Hannover. Die Konferenz bringt ambulante Pflegeanbieter, Wohnungswirtschaft, Investoren, Genossenschaften und Kommunen zusammen, um wirtschaftlich tragfähige und zukunftsweisende Modelle für Pflege im Quartier zu entwickeln.

Weitere Informationen und Tickets zum Frühbucherpreis unter: https://www.haeusliche-pflege.net/vn-events/versorgungsquartiere/

Engagement in der Stiftung LebensWerte Altenpflege

Dr. Alexia Zurkuhlen ist zudem Jurymitglied der Stiftung „LebensWerte Altenpflege“. Gemeinsam mit weiteren Expert:innen aus Wissenschaft, Praxis und Management wählt sie dort die Preisträger:innen aus, die sich in besonderer Weise für eine zukunftsfähige und würdevolle Altenpflege einsetzen. Mehr Informationen zur Jury unter: https://lebenswerte-altenpflege.de/jury/