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Cureus-Gruppe stoppt Neubau der Seniorenresidenz in Bestwig

Die Seniorenpark Bestwig GmbH aus der Cureus-Gruppe nimmt vom geplanten Neubau einer Seniorenresidenz im sauerländischen Bestwig Abstand. Nach Angaben des Unternehmens steht der ursprünglich vorgesehene Betreiberpartner nicht mehr zur Verfügung, ein Ersatz wurde nicht gefunden. Das laufende Bebauungsplanverfahren soll dennoch zu Ende geführt werden, um die Fläche für künftige Pflegeprojekte verfügbar zu halten.

Die Cureus-Gruppe verzichtet auf den geplanten Neubau einer Seniorenresidenz in Bestwig. (Symbolbild) Foto: Adobe Stock/ Aldeca Productions

Das hat die Cureus-Gruppe der Gemeinde Bestwig nach deren Mitteilung vom 21. Mai 2026 mitgeteilt. Christoph Wilhelm, Pressesprecher der Cureus-Gruppe, wird darin mit den Worten zitiert: „Unser ursprünglich geplanter Betreiber-Partner für den Standort steht leider nicht mehr zur Verfügung. Sowohl lokal als auch überregional konnten wir aktuell auch keinen geeigneten Ersatzpartner finden, auch nicht im Rahmen der geprüften Konzeptumstellung auf Service-Wohnen.“

Bürgermeister verweist auf schwierige Rahmenbedingungen

Bestwigs Bürgermeister Christoph Rosenau bedauert laut Mitteilung die Entscheidung der Seniorenpark Bestwig GmbH. Letztlich sei dies eine unternehmerische Entscheidung, die auch den derzeitigen Rahmenbedingungen geschuldet sei. Der gesamte Pflegebereich stehe unter Druck, Fachpersonal stehe kaum zur Verfügung.

Bedarf an Pflegeplätzen bleibt bestehen

Gemeinde und Cureus-Gruppe seien sich nach Angaben der Verwaltung dennoch einig, dass der Bedarf an Pflegeplätzen vorhanden sei und perspektivisch weiter steigen werde – auch in der Gemeinde Bestwig. Aus diesem Grund führten die Projektinitiatoren gemeinsam mit der Gemeinde das laufende Bebauungsplanverfahren zu Ende.

Fläche soll für Folgeprojekte bereitstehen

Die Cureus-Gruppe wolle den Standort Bestwig nach eigenen Angaben weiterhin in regelmäßige Betreibergespräche einbringen. Zudem entstehe so eine Potenzialfläche für künftige Interessierte. „Wir haben dann eine Fläche, auf der es für vergleichbare Vorhaben sofort und unkompliziert Baurecht gibt“, wird Rosenau in der Mitteilung zitiert. Das sei ein Pfund, mit dem man möglicherweise künftig wuchern könne. Die Gemeinde werde Projektinteressierte dabei gerne unterstützen.