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„Das Jahr 2026 ist gut gestartet, für die Immobilienwelt und für uns“

Der Hamburger Pflegeimmobilien-Bestandshalter Cureus hat im ersten Quartal 2026 an drei Standorten 438 Einheiten für Pflege und Service-Wohnen sowie eine Kita fertiggestellt und mit dem Bau weiterer 163 Pflegeplätze begonnen. Zudem habe die Politik im ersten Quartal Schritte hin zu weiteren Erleichterungen in der Baugesetzgebung unternommen, auch die Förderlandschaft habe sich investorenfreundlicher gezeigt.

Christian Möhrke, CEO der Cureus, ist zufrieden mit dem ersten Quartal und vorsichtig optimistisch, was die Marktbelebung bei Immobilienprojektentwicklungen betrifft. Foto: Heribert Schindler

Das Marktdaten-Institut bulwiengesa bestätigte das Unternehmen im vierten Jahr in Folge als führenden Projektentwickler für Seniorenimmobilien in Deutschland, wie Cureus in einer Pressemitteilung berichtete. Zugleich erweiterte die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) zehn Cureus-Gebäude um Silber-Zertifikate.

Marktführerschaft und Nachhaltigkeit bestätigt

Laut aktuellem Development Monitor von bulwiengesa führt Cureus weiterhin das Segment der Seniorenimmobilien-Projektentwickler an. Parallel hat die DGNB im ersten Quartal zehn Gebäude mit dem Silber-Zertifikat ausgezeichnet und das Ende 2025 ausgestellte Basiszertifikat für künftig entstehende Systempflegeimmobilien auf Silberstatus angehoben. Bewertet wurden unter anderem die Bereiche Umwelt, Soziales, Prozesse und Standort. Das Bauprojekt „Wohncarrée Industriedenkmal Salzmann“ in Kassel wurde zudem für die Top-10 in der Kategorie „Green Project“ beim Deutschen Immobilienpreis 2026 nominiert.

Fertigstellungen in vier Bundesländern

Die im ersten Quartal fertiggestellten Standorte verteilen sich auf Minden (Nordrhein-Westfalen), Osterholz-Scharmbeck (Niedersachsen) und Merseburg (Sachsen-Anhalt). In Minden entstand die Marien Residenz für den Betreiber emida mit 93 Pflegeplätzen, 19 Service-Wohnungen und einem Kindergarten mit 20 Plätzen im KfW-40EE-Standard. In Osterholz-Scharmbeck übernahm der Betreiber compassio einen Komplex mit 143 barrierefreien Einzelzimmern, 28 Service-Wohnungen und einer Tagespflege mit 18 Plätzen. In Merseburg gingen 137 Einzelzimmer für vollstationäre Pflege in Betrieb. Baubeginn war Anfang 2026 für die compassio Seniorenresidenz im Kasseler Projekt Salzmann mit 163 stationären Pflegeplätzen.

Portfolio und Ausblick

Zum Ende des ersten Quartals umfasst der Bestand 77 verpachtete Standorte mit 7.565 Pflegeplätzen, 796 Service-Wohneinheiten und 241 sonstigen Einheiten. Im Bau und in Planung befinden sich rund 4.171 Einheiten an 28 Standorten. Cureus erwarb zwei neue Projektgrundstücke in Nordrhein-Westfalen und veräußerte den Standort Porta Westfalica-Barkhausen mit 112 Pflegeplätzen und zehn AKIP-Einheiten an Swiss Life Asset Managers. Ende März trat das Unternehmen dem BFW Landesverband Nord bei. „Das Jahr 2026 ist gut gestartet, für die Immobilienwelt und für uns“, resümiert Christian Möhrke, CEO der Cureus. Spannend bleibe abzuwarten, „welche Agilität die Regierung in Sachen Pflegegesetzgebung zeitnah noch an den Tag legen wird und welche Auswirkungen das auf den Bau neuer Pflegestandorte haben könnte.“

Cureus sucht weiter nach Grundstücken

Darüber hinaus ist das Unternehmen nach eigenen Angaben weiterhin in der Grundstücksakquise für neue Projekte aktiv. Der Fokus liege hier besonders auf Nordrhein-Westfalen; auch Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Berlin seien interessant. „Die Politik machte im ersten Quartal bereits Schritte in Richtung weiterer Erleichterungen in der Baugesetzgebung und auch die Förderlandschaft zeigte sich wieder investorenfreundlicher, was vermutlich zu einer zarten Marktbelebung bei Immobilienprojektentwicklungen führen wird“, lautet Möhrkes vorsichtige Prognose.