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Drei Städte starten gemeinsames Pflege-Modellprojekt

Die kreisfreien Städte Halle, Dessau-Roßlau und Magdeburg wollen die kommunale Pflegeinfrastruktur gemeinsam weiterentwickeln. Dafür erhalten sie rund zwei Millionen Euro vom Land Sachsen-Anhalt sowie von den Pflegekassen. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) übergab jetzt die Zuwendungsbescheide an die Sozialdezernenten der drei Städte.

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne.
Sozialministerin Petra Grimm‑Benne erklärte, die Zusammenarbeit von Magdeburg, Halle und Dessau‑Roßlau solle die pflegerische Versorgung verbessern und kommunale Angebote vernetzen. Foto: MS

Das dreijährige Verbundprojekt trägt den Namen „MUvIS – Menschen im Umfeld von Pflege unterstützen durch Integrierte Sozialplanung“. Ziel ist es, mithilfe von Monitoring und Statistik frühzeitig Versorgungsbedarfe zu erkennen, Angebotslücken in einzelnen Stadtteilen sichtbar zu machen und passgenaue Unterstützungsangebote für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu entwickeln. Erste Ergebnisse sollen im Herbst 2026 in Magdeburg vorgestellt werden.

Nach Angaben des Sozialministeriums werden in Sachsen-Anhalt mehr als 70 Prozent der über 200.000 Pflegebedürftigen zu Hause betreut. Das Projekt solle dazu beitragen, die häusliche Pflege zu stärken und vorhandene kommunale Angebote besser zu vernetzen, sagte Grimm-Benne.

Begleitend starten Halle und Dessau‑Roßlau eigene Teilprojekte. In Halle soll ein „Pflege-&-Pass-Mobil“ Pflegeberatung und Verwaltungsleistungen direkt zu den Betroffenen bringen. In Dessau‑Roßlau ist mit dem Projekt „LUMINA“ der Aufbau niedrigschwelliger Teilhabeangebote sowie die Ausbildung ehrenamtlicher Begleiterinnen und Begleiter geplant. Die Förderung läuft bis 2028.