News

Gesundheitsausgaben steigen um 7,6 Prozent – Pflegeversicherung mit stärkstem Zuwachs

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2024 deutlich gestiegen. Mit 538,2 Milliarden Euro lagen sie um 7,6 Prozent über dem Vorjahr. Besonders stark wuchs die soziale Pflegeversicherung. Das Statistische Bundesamt sieht darin einen überdurchschnittlichen Anstieg innerhalb der Ausgabenträger.

Geld
Foto: Adobe Stock/ weyo

Den stärksten Zuwachs gab es laut Statistischem Bundesamt bei der sozialen Pflegeversicherung. „Gegenüber 2023 verzeichnete die soziale Pflegeversicherung […] den stärksten Anstieg von 11,3 Prozent“, heißt es. Die Ausgaben stiegen auf 64,7 Milliarden Euro. Ihr Anteil an den gesamten Gesundheitsausgaben lag damit bei 12,0 Prozent. Für die häusliche Pflege unterstreicht dies die weiter wachsende finanzielle Bedeutung des Sektors.

Gesamtausgaben erreichen 538 Milliarden Euro

Insgesamt beliefen sich die Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 auf rund 538,2 Milliarden Euro, was „6.444 Euro je Einwohnerin und Einwohner“ entspricht. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das ein Plus von 37,9 Milliarden Euro. Auch im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung nahm die Bedeutung zu: Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt lag bei 12,4 Prozent und damit 0,6 Prozentpunkte höher als 2023. Langfristig zeigt sich ein deutlicher Trend: Seit 1994 haben sich die Ausgaben mehr als verdreifacht.

Gesetzliche Krankenversicherung bleibt größter Kostenträger

Die gesetzliche Krankenversicherung bleibt mit Abstand wichtigster Ausgabenträger. Ihr Anteil lag 2024 bei 55,9 Prozent, die Ausgaben betrugen 300,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. An zweiter Stelle folgen private Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck mit 65 Milliarden Euro (12,1 Prozent). Auch die private Krankenversicherung verzeichnete Zuwächse: Ihre Ausgaben stiegen um 9,7 Prozent auf 44,8 Milliarden Euro.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die anhaltende Dynamik im Gesundheitswesen – insbesondere im Bereich Pflege, der für Patient:innen und Mitarbeitende zunehmend an Bedeutung gewinnt. (epd)