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„Wir sind voll ins Risiko gegangen“: Seniorenheim Herbstein nach drohender Schließung gerettet
Die Seniorenresidenz Herbstein (Hessen) bleibt bestehen und wird nahezu in letzter Sekunde von einem Nachbarbetreiber übernommen. Für die 36 Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das, dass sie in ihrem Zuhause bleiben können. Zuvor hatte die kurzfristig angekündigte Schließung große Verunsicherung ausgelöst.
Wie der Lauterbacher Anzeiger am 28. März berichtet, drohte dem Heim nach Zahlungsschwierigkeiten des bisherigen Betreibers Ambiente Care die Schließung binnen weniger Tage. Bewohnerinnen und Bewohner sollten kurzfristig ausziehen, Angehörige suchten verzweifelt nach Alternativen.
Spontane Entscheidung nach dramatischen Eindrücken
Dominik Reinhardt, Geschäftsführer der benachbarten „Seniorenresidenz Vogelsberg“ in Ilbeshausen-Hochwaldhausen machte sich vor Ort selbst ein Bild und schildert die Situation im Gespräch mit der Zeitung eindrücklich: „Ich konnte es mir nicht vorstellen, alle Bewohner einfach so in der Welt zu verteilen und aus ihrer Heimat herauszureißen.“ Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Manuela Habermehl-Weiß entschied sich Reinhardt nach den dramatischen Eindrücken kurzfristig zur Übernahme.
Neuer Betreiber übernimmt Verantwortung vor Ort
„Wir machen das jetzt. Wir springen ein“, beschreibt er den Entschluss laut Artikel weiter. „Wir sind da voll ins Risiko gegangen“, sagt Reinhardt, betont jedoch: „Wir konnten das Zuhause der Bewohner sichern.“ Der Betreibervertrag sei bereits unterschrieben, jetzt müsse nur noch der Vertrag mit den Eigentümern geschlossen werden. Und das, obwohl „vieles noch eine Blackbox sei“, wie es im Artikel heißt. „Wir sind vor Ort, wir sind immer erreichbar. Und wir übernehmen Verantwortung – dauerhaft“, betont der Geschäftsführer im Lauterbacher Anzeiger.
Große Solidarität in der Region spürbar
Alle Bewohnerinnen und Bewohner können bleiben, ein Fahrdienst unterstützt Rückkehrer, heißt es in dem Beitrag weiter. Auch das Personal werde übernommen. Reinhardt hebt ebenfalls die große Anteilnahme in der Region hervor: Viele Einrichtungen hätten ihre Hilfe angeboten und sich über die Rettung gefreut. Auch der bisherige Betreiber Ambiente Care begleite den Übergang des Betriebs bestmöglich.
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