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Myneva übernimmt Geteco und erweitert Sozial-Software-Plattform
Der europäische Softwareanbieter Myneva kauft die unterfränkische Geteco GmbH und will damit sein Angebot für Eingliederungshilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe ausbauen. Rund 30 Mitarbeitende und mehr als 170 Kunden sollen in die bestehende Plattform überführt werden.
Die Myneva Group mit Sitz in Essen hat die Übernahme der Geteco GmbH aus dem unterfränkischen Rimpar abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilt. Myneva bezeichnet sich selbst als einen der führenden europäischen Softwareanbieter im sozialen Sektor und war bislang vor allem im Bereich der Altenhilfe stark aufgestellt. Mit dem Zukauf von Geteco soll nun gezielt das Portfolio in der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe gestärkt werden.
Geteco bringt laut Myneva spezialisierte Lösungen für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) sowie für stationäre Einrichtungen mit. Alle rund 30 Geteco-Mitarbeitenden und die mehr als 170 Bestandskunden sollen vollständig in die Myneva-Organisation integriert werden.
Plattformstrategie für komplexe Trägerstrukturen
Die Übernahme fügt sich in die erklärte Wachstumsstrategie der Myneva Group ein: Ambulante, teilstationäre und stationäre Leistungen sollen sektorenübergreifend auf einer gemeinsamen technologischen Plattform zusammengeführt werden. Damit richtet sich das Unternehmen insbesondere an sogenannte Komplexträger – soziale Organisationen, die mehrere Leistungsbereiche gleichzeitig betreiben und steuern müssen.
„Mit Geteco gewinnen wir ein erfahrenes Team mit hoher fachlicher Kompetenz und tiefem Marktverständnis in der Eingliederungshilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe“, sagt Myneva-CEO Dieter Weißhaar laut Pressemitteilung. Die Lösungen von Geteco ergänzten das bestehende Portfolio und ermöglichten eine ganzheitlichere digitale Unterstützung sozialer Träger. Weißhaar betont zudem den Anspruch, „digitale Strukturen zu schaffen, die nicht fragmentieren, sondern verbinden“. Träger sollten ihre verschiedenen Angebote integriert steuern und gleichzeitig flexibel auf neue gesetzliche oder gesellschaftliche Anforderungen reagieren können.
Wachsender Druck im Sozialwesen als Treiber
Hintergrund der Akquisition sind laut Myneva die steigenden Anforderungen an Einrichtungen im sozialen Sektor. Komplexere Bedarfslagen bei den betreuten Menschen, zunehmende Dokumentationspflichten, der anhaltende Fachkräftemangel und wachsende regulatorische Vorgaben prägen demnach den Alltag sozialer Organisationen. Leistungsfähige und fachlich spezialisierte Softwarelösungen würden dadurch immer wichtiger. Myneva will mit der Bündelung standardisierter Module und skalierbarer Architekturen die Grundlage für eine langfristig tragfähige Digitalisierung im Sozialwesen schaffen – so die eigene Darstellung.
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