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Caritasverband Regensburg halbiert seinen Vorstand

Der Diözesan-Caritasverband Regensburg hat seine Führungsstruktur grundlegend umgebaut: Der Vorstand schrumpft von sechs auf drei Personen, und der Caritasrat wird künftig vollständig von der Vertreterversammlung gewählt – der Bischof beruft keine Mitglieder mehr. Die neue Satzung ist seit März 2026 in Kraft.

Der Vorstand des Diözesan-Caritasverbandes Regensburg e.V.: Vorsitzender Domkapitular Michael Dreßel (Mi.), Dr. Clemens Prokop, stellv. Vorsitzender (li.), und Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann (re.). Foto: Sonja Och

Laut einer Mitteilung des Caritasverbands für die Diözese Regensburg hat die Vertreterversammlung – das höchste beschlussfassende Organ des Verbands mit rund 100 Delegierten – die Satzungsänderung bereits im November 2025 einstimmig beschlossen. Sie greift nun formal.

Die Reform betrifft zwei zentrale Stellschrauben der Verbandsstruktur. Die wohl weitreichendere Änderung: Der Caritasrat, der im Verband die Funktion eines Aufsichtsrats übernimmt, wird künftig ausschließlich von der Vertreterversammlung besetzt. Bis zu sieben Personen können gewählt werden. Bisher berief der Bischof drei der sechs Mitglieder – dieses Recht entfällt ersatzlos. Damit stärkt der Verband die Selbstverwaltung seiner Mitglieder auf Kosten des bischöflichen Einflusses.

Bei der Neuwahl wurden laut dem Verband alle bisherigen Caritasratsmitglieder im Amt bestätigt. Neu hinzugekommen ist Nicolas Scheidler, Vorstand des Kreis-Caritasverbandes Straubing. Den Vorsitz führt weiterhin Professor Dr. Franz Merl, ein Wirtschaftsprüfer. Dem Gremium gehören darüber hinaus unter anderem Theo Zellner, ehemaliger Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, sowie die Regensburger Notarin Inge Ritz-Mürtz an.

Die zweite strukturelle Änderung betrifft den Vorstand selbst: Statt bisher sechs Personen besteht er künftig nur noch aus drei Mitgliedern, die vom Bischof ernannt werden. Aktuell bilden Domkapitular Michael Dreßel als Vorsitzender, Dr. Clemens Prokop als stellvertretender Vorsitzender und Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann das Führungstrio.

Dreßel bezeichnete den einstimmigen Beschluss laut der Verbandsmitteilung als „ausdrucksstarkes Zeichen für das gute und vertrauensvolle Miteinander“ im Verband. Die Entscheidung ebne den Weg zu einer „zukunftsorientierten und tragfähigen Weiterentwicklung der Strukturen“.

Der Caritasverband für die Diözese Regensburg ist einer der großen Wohlfahrtsträger in der Region. Er fungiert als Spitzenverband für caritative Einrichtungen und Dienste – darunter auch solche der Altenhilfe. Nach eigenen Angaben unterstützt die Caritas in der Diözese jährlich rund 350.000 Menschen in etwa 900 Einrichtungen und Diensten mit fast 26.000 Mitarbeitenden und über 10.000 Ehrenamtlichen.

Weitere Informationen zum Caritasverband für die Diözese Regensburg unter www.caritas-regensburg.de.