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Neuer Aufsichtsratsvorsitz und wissenschaftliche Leitung beim Kuratorium Deutsche Altershilfe
Das KDA hat seinen Aufsichtsrat neu aufgestellt: André Vater übernimmt den Vorsitz, die Gerontopsychiaterin Dr. Rosa Adelinde Fehrenbach wird seine Stellvertreterin. Zudem erhält der bisherige Fachbereichsleiter Christian Heerdt die wissenschaftliche Gesamtleitung der Stiftung.
Laut dem Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung (KDA) wurden auf der jüngsten Aufsichtsratssitzung mehrere personelle Weichen gestellt. André Vater wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, Dr. Rosa Adelinde Fehrenbach ebenfalls einstimmig zu seiner Stellvertreterin. Die beiden lösen Dr. Lale Akgün und Dr. Marcus Waselewski ab, die dem Gremium aber weiterhin angehören.
Vater bringt sozialwirtschaftliche Führungserfahrung mit
André Vater ist seit 2018 Vorstand der Bremer Heimstiftung und ihrer Tochtergesellschaften. Der Diplom-Kaufmann mit Schwerpunkt Revision und Treuhandwesen war 2019 ins Kuratorium des KDA berufen worden. Zuvor hatte er Leitungspositionen in verschiedenen sozialwirtschaftlichen Organisationen inne – darunter eine Hilfsorganisation, Einrichtungen der Behindertenhilfe und ein Akutkrankenhaus. In einer Phase freiberuflicher Beratungstätigkeit lag sein Fokus laut KDA auf Sanierung und Interimsmanagement. Vater ist darüber hinaus in mehreren Stiftungen ehrenamtlich engagiert, unter anderem als Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung „Maribonda da Floresta“ und als Vorstandsvorsitzender der „Stefanie-Gregar-Stiftung“ in Bremen.
„Man wird weiter in den Diskussionen um die Altenhilfe in Deutschland von uns hören“, kündigte Vater laut KDA an.
Fehrenbach: Über 40 Jahre gerontopsychiatrische Erfahrung
Dr. Rosa Adelinde Fehrenbach wurde bereits 2013 vom Bundespräsidenten ins Kuratorium berufen. Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit den Zusatzqualifikationen Suchtmedizin und Geriatrie leitete von 2002 bis Ende 2024 als Chefärztin die Gerontopsychiatrische Klinik der SHG-Kliniken Sonnenberg in Saarbrücken. Seitdem ist sie als niedergelassene ärztliche Psychotherapeutin in einem Ärzteverbund tätig.
Fehrenbach bekleidet zahlreiche Funktionen in der Fachcommunity: Sie ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -Psychotherapie (DGGPP), Lehrbeauftragte und Vorstandsmitglied der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und -Psychotherapie (DAGPP) sowie Vorsitzende der Deutschen Alzheimergesellschaft Landesverband Saarland. Seit November 2024 gehört sie auch dem Vorstand der Deutschen Alzheimergesellschaft e.V. an. Das saarländische Sozialministerium ernannte sie 2019 zur Landesärztin für an Demenz erkrankte Menschen; im selben Jahr erhielt sie die Ehrenplakette der Ärztekammer des Saarlandes.
„Die wertvolle Arbeit des KDA hat mich in den über 40 Jahren meiner ärztlichen Tätigkeit als Gerontopsychiaterin begleitet und inspiriert“, erklärte Fehrenbach laut KDA. Es stünden weiterhin große Herausforderungen in der Versorgung älterer Menschen an.
Heerdt wird wissenschaftlicher Gesamtleiter
Neben dem Führungswechsel im Aufsichtsrat übertrug das Gremium dem bisherigen Fachbereichsleiter Christian Heerdt die wissenschaftliche Gesamtleitung des KDA. Der Sozialwissenschaftler ist seit 2012 in der Organisation tätig und verantwortet Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Pflege und Gesundheit, Wohnen, Demenz, Sozialraumentwicklung und Caring Communities. In seiner neuen Rolle soll er laut KDA die Handlungsfelder der Stiftung mitverantworten und deren strategische Weiterentwicklung vorantreiben.
Heerdt studierte empirische Sozialforschung, Sozialpolitik und Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln und forschte zuvor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Gestaltung sorgender Gemeinschaften und der Integration sozialraumorientierter Versorgungsstrukturen – Themen, die für die ambulante Pflege unmittelbar relevant sind. 2022 veröffentlichte er im Nomos Verlag das Buch „Sozialraumagenturen in der Langzeitpflege“. Er ist zudem Mitherausgeber des Fachmagazins ProAlter.
KDA-Vorständin Dr. Alexia Zurkuhlen verantwortet die operative Leitung der Stiftung. Das KDA wurde 1962 von Wilhelmine Lübke und dem damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke gegründet und arbeitet unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Die Stiftung versteht sich als Think-to-Act-Tank, der Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis schlägt – von der Stärkung ambulanter Pflege über diversitätssensible Angebote bis hin zur Quartiersentwicklung und der fairen Anwerbung internationalen Pflegepersonals.
Weitere Informationen unter www.kda.de
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