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Bodenseekreis: Land fördert Televisiten-Projekt mit 118.000 Euro

Das Televisiten-Projekt im Bodenseekreis wird bis Ende 2027 fortgesetzt. Baden-Württemberg stellt rund 118.000 Euro für den weiteren Ausbau digitaler ärztlicher Sprechstunden in Pflegeeinrichtungen bereit.

Der Bodenseekreis erhält für sein Televisiten-Projekt für die Jahre 2026 und 2027 rund 118.000 Euro Fördermittel. Bild: Adobe Stock/MQ-Illustrations

Der Bodenseekreis erhält für die Jahre 2026 und 2027 rund 118.000 Euro aus einem Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg. Mit den Mitteln sollen digitale ärztliche Sprechstunden per Video in Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen weiter erprobt und ausgebaut werden.

Projekt läuft seit Dezember 2024

Seit Dezember 2024 testet das Gesundheitsamt des Bodenseekreises die Televisite gemeinsam mit mehreren Pflegeeinrichtungen, Hausarztpraxen und ambulanten Dienstleistern. Die digitale Sprechstunde ermöglicht es Ärztinnen und Ärzten, per sicherer Videoverbindung direkt mit Patientinnen und Patienten zu sprechen und Untersuchungen gemeinsam mit Pflegefachkräften oder medizinischen Fachangestellten vor Ort durchzuführen.

Dabei werden Vitalwerte wie Blutdruck, Herzfrequenz oder Sauerstoffsättigung vor Ort gemessen und an die behandelnden Ärzte übermittelt. Die bisherigen Rückmeldungen zeigen laut Landratsamt, dass Televisiten den Versorgungsalltag erleichtern und schnellere medizinische Entscheidungen ermöglichen.

Fünf Hausarztpraxen beteiligt

Aktuell läuft die Televisite in mehreren stationären Pflegeeinrichtungen und einem ambulanten Pflegedienst in Kooperation mit fünf Hausarztpraxen in Kressbronn, Neukirch, Deggenhausertal, Friedrichshafen und Bodnegg. Mit der Fortsetzung des Projekts sollen weitere Erfahrungen gesammelt und die Abläufe verbessert werden. Ziel ist es, die digitale Form der ärztlichen Betreuung dauerhaft im Landkreis zu etablieren.

„Wir freuen uns sehr über die weitere Förderzusage“, sagte Nicole Pottharst, die das Projekt als Gesundheitswissenschaftlerin im Landratsamt begleitet. „Damit möchten wir das Angebot weiter ausbauen und insbesondere Fachärztinnen und Fachärzte einbinden.“