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Bundespräsident beruft Christine Vogler und Andreas Westerfellhaus ins KDA

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung (KDA) erhält zwei neue Mitglieder. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler und den ehemaligen Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Dr. h.c. Andreas Westerfellhaus, auf Lebenszeit in das Kuratorium berufen.

Christine Vogler
Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, sagt: "Die Pflege in Deutschland muss greifbar werden. Sie muss sich in ihrer Profession und Wissenschaft deutlich Gehör verschaffen." Foto: DPR

Christine Vogler und Andreas Westerfellhaus sollen künftig die Arbeit der Stiftung fachlich begleiten. Frank-Walter Steinmeier berief beide auf Lebenszeit in das Gremium. Steinmeier, der zugleich Schirmherr des KDA ist, wünschte beiden in persönlichen Schreiben Erfolg für ihr Engagement.

Das Kuratorium des KDA umfasst nach eigenen Angaben knapp 60 Mitglieder aus Wissenschaft, Politik, Praxis und Zivilgesellschaft. Das Gremium begleitet die Arbeit der 1962 gegründeten Stiftung fachlich und strategisch. Ziel der Organisation ist es, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern.

„Mit Christine Vogler und Dr. Andreas Westerfellhaus gewinnt das Kuratorium Deutsche Altershilfe zwei ausgewiesene Persönlichkeiten, die Pflege aus unterschiedlichen Perspektiven kennen und gestalten“, erklärte KDA-Vorständin Dr. Alexia Zurkuhlen. Ihre Expertise werde die Arbeit des KDA bereichern und Impulse für eine zukunftsorientierte Altenhilfe und Pflege setzen.

Vogler prägt Pflegepolitik als DPR-Präsidentin

Christine Vogler, Jahrgang 1969, ist seit 2021 Präsidentin des Deutschen Pflegerats (DPR), des wichtigsten Dachverbands der Pflegeprofessionen in Deutschland. In dieser Funktion prägt sie laut KDA die pflegepolitische Diskussion auf Bundesebene mit. Die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin absolvierte ihre Ausbildung am Krankenhaus Berlin-Neukölln und schloss 2001 ein Studium der Pflegepädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin ab.

Ihre berufliche Laufbahn führte sie über verschiedene leitende Positionen in der Pflegeausbildung. Sie leitete unter anderem die Wannsee-Schule e. V. und war als Studienzentrumsleiterin der Hamburger Fern-Hochschule tätig. Seit 2020 ist Vogler Geschäftsführerin des Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe, einem Ausbildungsverbund von Charité und Vivantes. Zu ihren Schwerpunkten zählen laut der Mitteilung die Stärkung der generalistischen Pflegeausbildung, die Professionalisierung der Pflege sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Branche.

Westerfellhaus war Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Andreas Westerfellhaus, Jahrgang 1956, verbindet praktische Pflegeerfahrung mit politischem Wirken auf höchster Ebene. Der ausgebildete Krankenpfleger mit Fachweiterbildung in Intensivpflege und Anästhesie war von 2009 bis 2017 Präsident des Deutschen Pflegerats. In dieser Zeit setzte er sich nach Angaben des KDA für die Professionalisierung der Pflege und bessere Rahmenbedingungen ein.

Von 2018 bis 2022 wirkte Westerfellhaus als Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung im Rang eines Staatssekretärs. In dieser Position vertrat er die Interessen von Pflegebedürftigen und Pflegekräften gegenüber der Bundespolitik. Laut der Stiftung war er maßgeblich an Reformprozessen beteiligt und engagierte sich für bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, die Stärkung der pflegerischen Selbstverwaltung, die Entlastung pflegender Angehöriger sowie für Digitalisierung im Gesundheitswesen. Darüber hinaus baute er mehrere Einrichtungen im Gesundheits- und Bildungsbereich auf, darunter die Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen in Gütersloh.

Das KDA wurde 1962 von Wilhelmine Lübke und dem damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke gegründet. Die Stiftung arbeitet nach eigener Darstellung unabhängig und überparteilich. Sie verbindet wissenschaftliche Forschung mit der praktischen Umsetzung in Pilotprojekten.