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Pflegeheim: Zahl der Sozialhilfeempfänger steigt weiter

Mehr als jeder dritte Pflegeheimbewohner ist auf Sozialhilfe angewiesen. Die Eigenanteile sind zum Jahresbeginn erneut gestiegen.

Fast jeder zweite Pflegeheimbewohner benötigte 2024 zumindest zeitweise Sozialhilfe. Foto: Adobe Stock/Gina Sanders

Immer mehr Menschen in Pflegeheimen benötigen finanzielle Unterstützung vom Staat. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die auf eine Anfrage des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erhoben wurden und dem Magazin Stern vorliegen. Zum Jahresende 2024 lebten laut Bericht rund 800.000 Menschen in Pflegeheimen. Im Verlauf des Jahres waren 353.575 Bewohner zumindest zeitweise auf Sozialhilfe angewiesen – ein Anstieg um 19.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr.

Rund 35 Prozent beziehen Sozialhilfe

Das Bundesgesundheitsministerium weise darauf hin, dass bei einem Vergleich der Stichtagszahlen der Anteil der Sozialhilfebezieher bei stationär versorgten Pflegebedürftigen bei rund 35 Prozent liege. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein leichter Anstieg.

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht kritisierte die Entwicklung gegenüber dem Stern: „Das Pflegeheim wird immer mehr zur Armutsfalle. Die Eigenanteile grenzen an Enteignung unserer älteren Generation.“ Sie fordere einen Pflegekostendeckel in Höhe von 1.000 Euro.