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Forderungen aus der SPD nach Gehalt für pflegende Angehörige
Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag schlägt eine Lohnersatzleistung von bis zu 2.400 Euro monatlich vor. Das Modell orientiert sich an einem österreichischen Vorbild. Teilweise Unterstützung kommt von der CDU.
Pflegende Angehörige sollen künftig ein staatliches Gehalt erhalten – das fordert Florian Wahl (SPD) in der SWR-Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“. Wer Familienmitglieder in Vollzeit zu Hause pflegt, solle dafür bis zu 2.400 Euro vom Staat bekommen. Eine solche Lohnersatzleistung sei auch eine Frage des Respekts, so der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Landtag. Er kritisiert, dass pflegende Angehörige für ihre Arbeit derzeit nicht entlohnt werden.
Laut SWR hat Wahl bereits ein Konzept für Baden-Württemberg erarbeitet. Die Idee stammt aus dem österreichischen Burgenland, wo sich der SPD-Politiker vor Ort über das dortige Modell informiert hat.
Teilweise Unterstützung kommt von der CDU: Maria-Lena Weiss (CDU), stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestags, befürwortet grundsätzlich eine steuerfinanzierte Entlastung. Sie vergleicht den Ansatz mit der Systematik des Elterngelds, das ebenfalls einen Lohnausfall kompensiert. Eine sofortige Einführung hält Weiss allerdings nicht für realistisch. Stattdessen plädiert sie für einen schrittweisen Einstieg mit sukzessiver Erhöhung der Leistung.
Die SWR-Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ berichtete am 15. Januar über die Situation von Pflegenden und Gepflegten in Baden-Württemberg.
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