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Erasmus: Caritas Regensburg schickt Pflegeazubis ins europäische Ausland

Die Caritas Regensburg bietet ihren Pflegeauszubildenden die Möglichkeit, für ein bis zwei Wochen Pflegepraxis und Ausbildungssysteme in anderen EU-Ländern kennenzulernen. Der Wohlfahrtsverband ermöglicht die Auslandsaufenthalte über das EU-Förderprogramme Erasmus Plus. Das Angebot soll die Ausbildung attraktiver machen und Wissen in die Region bringen.

Junge Frau als Pflegekraft im Flur eines Krankenhauses
Foto: AdobeStock_Pixel-Shot

Finanziert werden die Aufenthalte über EU-Programme wie Erasmus Plus, wie der Diözesanverband mitteilt. Die Förderprogramme übernehmen demnach Reise-, Übernachtungs- und Programmkosten – die Auszubildenden müssen lediglich ihre tägliche Verpflegung selbst bezahlen.

Mit dieser niedrigen finanziellen Hürde richtet sich das Angebot laut Caritas gezielt auch an Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler, die aufgrund familiärer oder anderer Verpflichtungen nur begrenzte Zeit im Ausland verbringen können. Der Verband verfolgt damit nach eigenen Angaben mehrere Ziele: Die Pflegeausbildung soll attraktiver werden, Chancengleichheit gefördert und die Qualität der regionalen Pflege gestärkt werden.

Kooperationen in vier Ländern

Bereits etabliert sind laut Caritas Partnerschaften mit Einrichtungen in Aarhus (Dänemark) und Pilsen (Tschechien) im Rahmen des Erasmus-Programms. Außerhalb der EU-Förderung besteht zudem eine Zusammenarbeit mit einem Bildungszentrum in Bern in der Schweiz. Aktuell baut der Diözesanverband eine weitere Kooperation mit Lettland auf. Justine Heiduk, zuständig für den Bereich Förderwesen bei der Caritas Regensburg, war kürzlich zu einem vorbereitenden Besuch in Riga. Dort findet die Pflegeausbildung auf Hochschulniveau statt, ist kostenpflichtig und verzeichnet dennoch hohe Bewerberzahlen, wie die Caritas berichtet.

Wettbewerbsvorteil im Kampf um Nachwuchs

Mit den Mobilitätsangeboten will sich die Caritas als Arbeitgeber im Wettbewerb um künftige Pflegefachkräfte positionieren. Gerade Auszubildende verfügten über sehr geringe finanzielle Mittel für Auslandsaufenthalte, heißt es vom Verband – das Programm schaffe hier gezielt Chancengleichheit und ermögliche internationale Erfahrungen unabhängig vom Einkommen.

Wie Heiduk betont, profitieren auch die regionalen Pflegeeinrichtungen: Die Auszubildenden lernten andere Pflegesysteme kennen, brächten neue Ideen und praxisbewährte Vorgehensweisen mit und wirkten als Multiplikatoren in ihren Ausbildungseinrichtungen. Internationale Impulse könnten so zur Weiterentwicklung der Pflege vor Ort beitragen.

 

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