News

Hamburger Hausbesuch nach erfolgreicher Pilotphase verstetigt

Nach Abschluss eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens wird der Hamburger Hausbesuch für Senior:innen dauerhaft fortgeführt. Die Organisation liegt künftig weiterhin beim Albertinen Haus.

Foto: Immanuel Albertinen Diakonie/Gabriele Stoltenberg

Der Hamburger Hausbesuch für Senior:innen wird nach mehreren Jahren Projektlaufzeit in ein dauerhaftes Angebot überführt. In einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren habe sich das Albertinen Haus mit seinem Konzept durchgesetzt und übernehme im Auftrag der Sozialbehörde auch künftig die Organisation, heißt es aus der Behörde.

Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) bezeichnet den Hamburger Hausbesuch als wichtigen Baustein, um älteren Menschen ein aktives und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung und im Quartier zu ermöglichen. Bei den Besuchen würden unter anderem Fragen zu Gesundheit, Mobilität und sozialen Kontakten besprochen. Für die Hamburger:innen sei die Verstetigung des Angebots eine gute Nachricht, da es weitergeführt und bedarfsgerecht weiterentwickelt werde, so Schlotzhauer.

Ziel des Hamburger Hausbesuchs ist es laut Sozialbehörde, die selbstständige Lebensführung in der eigenen Häuslichkeit zu fördern sowie Präventions- und Unterstützungsbedarfe frühzeitig zu erkennen. Das Angebot besteht seit 2018 und hat sich nach Angaben der Behörde als wirksames Informations- und Präventionsinstrument für Senior:innen in Hamburg etabliert.

Alle Hamburger:innen erhalten zu ihrem 80. Geburtstag ein Gratulationsschreiben der Sozialsenatorin mit einem konkreten Angebot für einen Hausbesuch. Darüber hinaus können auch jüngere oder ältere Bürger:innen mit Informationsbedarf zu altersspezifischen Fragestellungen einen Besuch in Anspruch nehmen. Die Gespräche werden von speziell geschulten Besuchskräften geführt, die über gesundheitsfördernde und unterstützende Angebote im jeweiligen Quartier informieren und auf Wunsch auch bei der Kontaktaufnahme helfen.

Ralf Zastrau, Geschäftsführer des Albertinen Hauses, verweist auf den langjährigen Einsatz der Mitarbeitenden. Die Verstetigung sei auch das Ergebnis von sieben Jahren Arbeit, insbesondere durch fast einhundert Besuchskräfte. Der Hamburger Hausbesuch trage dazu bei, dass ältere Menschen möglichst lange selbstständig und selbstbestimmt leben können. Er begrüßt, dass die Freie und Hansestadt Hamburg diese Arbeit nun dauerhaft absichere.

Nach Angaben der Fachstelle haben bislang mehr als 20.000 Senior:innen das freiwillige und kostenlose Angebot genutzt. Die Rückmeldungen fallen laut einer aktuellen Umfrage sehr positiv aus: 97 Prozent der Besuchten würden den Hamburger Hausbesuch weiterempfehlen.