News

Evangelische Bank fördert Hospizarbeit mit 100.000 Euro

Die Evangelische Bank stellt in diesem Jahr insgesamt 100.000 Euro für die Hospiz- und Palliativarbeit bereit. Laut der Bank fließen die Mittel an 13 verschiedene Einrichtungen bundesweit. Die höchste Einzelförderung in Höhe von 20.000 Euro erhält das Diakonische Werk Altholstein. Die Einrichtung plant ein neues stationäres Hospiz.

Maria&Martha-Hospiz
Die höchste Einzelförderung in Höhe von 20.000 Euro erhält das Diakonische Werk Altholstein für ein neues Hospiz. Foto: Diakonisches Werk Altholstein

Die Evangelische Bank unterstützt 13 Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Deutschland mit insgesamt 100.000 Euro. Das Geld stammt aus einem speziellen Girokonto-Modell: Für jedes dieser Konten spendet die Bank monatlich 0,50 Euro an gemeinnützige Projekte aus Kirche, Gesundheits- und Sozialwirtschaft.

„Hospiz- und Palliativarbeit ist ein unverzichtbarer Teil einer nachhaltig lebenswerten Gesellschaft“, sagte Vorstandschef Thomas Katzenmayer laut Mitteilung. Menschen mit lebensverkürzenden Erkrankungen könne durch diese Dienste ein Leben in Selbstbestimmung, Würde und Nähe ermöglicht werden. Deshalb habe sich die Bank entschieden, Einrichtungen der Hospiz- und Palliativarbeit in diesem Jahr gezielt zu fördern.

Größte Einzelspende für geplantes Hospiz in Altholstein

Die höchste Einzelförderung von 20.000 Euro geht an das Diakonische Werk Altholstein. Die Einrichtung plant den Bau eines neuen stationären Hospizes, das schwerstkranken und sterbenden Menschen einen geschützten Ort bieten soll. Dabei sollen medizinische, seelsorgerliche und psychosoziale Begleitung verbunden werden – auf Basis eines christlichen Werteverständnisses.

„Mit dem geplanten Maria&Martha-Hospiz schaffen wir einen Ort, an dem Menschen in ihrer letzten Lebensphase nicht allein sind“, erklärte Geschäftsführerin Gesa Kitschke. Die Unterstützung der Evangelischen Bank helfe, das Projekt schrittweise umzusetzen.

Hospizträger müssen Eigenanteil leisten

Benno Bolze, Geschäftsführer des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), betonte die Bedeutung privater Spenden. In stationären Hospizen müssten fünf Prozent der Kosten von den Trägern selbst aufgebracht werden, was oft mehr als 150.000 Euro pro Jahr ausmache.

Angesichts der demografischen Entwicklung und sich verändernder Familienstrukturen steige der Bedarf weiter. Damit Menschen auch künftig gut begleitet werden könnten, brauche es stabile Strukturen und verlässliche Finanzierungen, so Bolze. Jede Spende an ein Hospiz sei eine Investition in ein solidarisches Miteinander mit schwerkranken und sterbenden Menschen.

Die Evangelische Bank mit Sitz in Kassel zählt mit einer Bilanzsumme von 8,71 Milliarden Euro zu den größten Kirchenbanken und Genossenschaftsinstituten Deutschlands. Sie finanziert nach eigenen Angaben Projekte aus Gesundheit, Altenpflege, Jugend- und Behindertenhilfe, Bildung sowie bezahlbarem Wohnraum.