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Brandenburg mit bundesweit höchstem Anteil häuslicher Pflege

Brandenburg verzeichnet mit 88,9 Prozent bundesweit den höchsten Anteil häuslicher Pflege. In keinem anderen Bundesland leben prozentual gesehen mehr Menschen mit Pflegebedarf zuhause. Ein wesentlicher Faktor ist die Arbeit der „Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg“ (FAPIQ), die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert.

neuruppin, deutschland - historischer marktplatz in der altstadt
In Brandenburg werden 88,9 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause betreut – der bundesweit höchste Anteil. Foto: AdoebStock/ArTo

Die Fachstelle unterstützt seit 2016 Projekte, die das Wohnumfeld älterer Menschen stärken. 129 Initiativen in Kommunen wurden bislang gefördert und begleitet. Ziel ist es, durch Mobilität, soziale Kontakte und Beratung ein Leben im eigenen Zuhause möglichst lange zu ermöglichen.

So sorgt etwa das Senioreneinkaufsmobil in Senftenberg für mehr Selbstständigkeit, während das öffentliche Frühstück „Tischlein Deck Dich“ in Lychen soziale Kontakte fördert. In Brandenburg an der Havel eröffnet das Kulturquartier Zugänge zu kulturellen Angeboten, das Literatur-Café in Nuthetal verbindet Bewegung und Austausch. Auch Angebote wie der Kreisseniorentag in Rathenow, die Männer-Werkelecke in Wusterhausen/Dosse oder der Mittagstisch „Gemeinsam schmeckt’s besser“ in Zeuthen schaffen Begegnung und entlasten Angehörige.

„Die Fachstelle Altern und Pflege im Quartier ist heute eine wichtige Begleitstruktur für die Umsetzung unseres Landesprogramms ‚Pflege vor Ort‘“, sagte Sozialministerin Britta Müller. Von der Arbeit profitierten viele Menschen im Land. Für das kommende Jahr kündigte Müller die Einführung einer Nachbarschaftshilfe als alltagsunterstützendes Angebot an – mit FAPIQ in zentraler Rolle. (ls)