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Mit dem Grünen Gockel zu mehr Nachhaltigkeit in der Pflege

Regional einkaufen, Gemüse anbauen, Energie sparen – das Caritas Alten- und Pflegeheim St. Wolfgang in Essenbach stellt die Weichen für eine nachhaltige Zukunft. Die Einrichtung hat sich auf den Weg gemacht, das kirchliche Umweltzertifikat „Grüner Gockel“ zu erhalten.

Gemeinsam in eine grüne Pflegezukunft – Vertreter der Caritas, der Pfarrei und der Gemeinde Essenbach bei der Auftaktveranstaltung zum Zertifizierungsprozess „Grüner Gockel“ im Caritas Pflegeheim St. Wolfgang in Essenbach. Foto: Agnes Wimmer

„Wir haben nur eine Schöpfung – diese müssen wir bewahren“, sagt Roswitha Straßer, Caritasreferentin für Altenhilfe in der Diözese Regensburg und kirchliche Umweltauditorin. Sie begleitet die Caritas-Pflegeheime der Region auf ihrem Weg in eine grünere Zukunft. Ihr Ziel: 25 Einrichtungen sollen mit dem Grünen Gockel zertifiziert werden.

Der Grüne Gockel steht für ein kirchliches Umweltmanagementsystem, das nachhaltiges Handeln systematisch fördert. Der Zertifizierungsprozess dauert rund zwei Jahre und umfasst mehrere Schritte – ein anspruchsvolles Vorhaben. Auch das Caritas Alten- und Pflegeheim St. Wolfgang hat diesen Weg nun begonnen.

Auftakt mit Symbolkraft

Der Start wurde mit einer kleinen Feier begangen – im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der Caritas, der Gemeinde und der Pfarrei.
„Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sind Themen, die uns auch in der Pflege bewegen“, sagte Mechthild Hattemer, Geschäftsführerin der Caritas Wohnen und Pflege gGmbH, der Trägerin der Einrichtung. „Mit dem Grünen Gockel beginnen wir einen Prozess, der nicht nur das Gebäude und die Abläufe, sondern auch unser Denken und Handeln betrifft.“

Zu Beginn werden die aktuellen Gegebenheiten analysiert: Wo stehen wir? Wo können wir Energie sparen? Kaufen wir regional und saisonal ein? Nutzen wir unseren Garten optimal?
Oft sind es viele kleine Schritte, die Großes bewirken – von LED-Beleuchtung über angepasste Speisepläne bis hin zum Eigenanbau von Gemüse. Auch Schulungen für Mitarbeitende und Bewohnende sind vorgesehen.

Einrichtungsleiterin Joanna Häring blickt zuversichtlich auf den Prozess: „Wir können in unserem Pflegeheim die Welt nicht retten, aber wir leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.“
Das Team steht geschlossen hinter ihr: Die Hauswirtschaft backte zur Auftaktveranstaltung Plätzchen in Gockelform, und Hausmeister Johannes Luginger hat bereits begonnen, den Garten nachhaltiger zu gestalten.

„Gemeinsam werden wir prüfen, wo wir Ressourcen sparen, Abläufe verbessern und nachhaltiger wirtschaften können“, so Hattemer. Umweltauditorin Roswitha Straßer begleitet das Haus während des gesamten Prozesses – und trägt so dazu bei, den Klimaschutz auch in der Pflege weiter voranzubringen.