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Zahl der Bundesfreiwilligen in der Pflege bricht ein
Die Zahl der Freiwilligen im Bundesfreiwilligendienst (BFD), die in der Gesundheits- und Altenpflege eingesetzt werden, ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor.
Den Angaben zufolge waren im Jahr 2020 noch 9.369 Freiwillige in diesem Bereich tätig. 2021 sank die Zahl leicht auf 9.332, ehe sie 2022 mit 8.746 erstmals unter die Marke von 9.000 fiel. 2023 setzte sich der Rückgang auf 8.067 fort. Im Jahr 2024 verringerte sich die Zahl weiter auf 7.637. Für 2025 weist die Statistik schließlich nur noch 7.561 Freiwillige aus. Damit ist die Zahl innerhalb von fünf Jahren um mehr als 1.800 Personen zurückgegangen.
Nach den vorgelegten Daten sind die sozialen Einsatzfelder innerhalb des BFD sehr unterschiedlich betroffen. Während auch in der Kinder- und Jugendhilfe oder in der Wohlfahrtspflege Rückgänge verzeichnet werden, ist der Einbruch im Bereich der Gesundheits- und Altenpflege besonders stark.
Abhängigkeit des Pflegesektors von zusätzlichen Helfern
Die Zahlen unterstreichen nach Einschätzung vieler Fachleute die Abhängigkeit des Gesundheits- und Pflegesektors von zusätzlichen Helferinnen und Helfern, da diese Einrichtungen seit Jahren über Fachkräftemangel klagen. Anders als regulär Beschäftigte übernehmen die Freiwilligen zwar keine vollwertigen Fachkrafttätigkeiten, sie leisten aber wichtige Unterstützung im Alltag der Pflegeeinrichtungen.
Aus den Angaben der Bundesregierung geht ebenfalls hervor, dass der Bundesfreiwilligendienst mit mehr als 25.000 Freiwilligen insgesamt in sozialen Bereichen präsent ist. Rund ein Drittel von ihnen arbeitet traditionell in der Gesundheits- und Altenpflege. Mit dem Rückgang seit 2020 hat dieser Anteil jedoch abgenommen.
Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort auf statistische Übersichten des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA). Die Zahlen wurden im Rahmen der Bundestagsdrucksache 21/1832 im September 2025 veröffentlicht.
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