News

Pflegeeinrichtung in Überlingen wird Teil der Heimstiftung

Die Evangelische Heimstiftung übernimmt zum Jahresbeginn 2026 die Linzgau-Diakonie-Altenhilfe gGmbH. Damit bleiben das diakonische Profil, rund 60 Arbeitsplätze sowie die 45 Pflegeplätze gesichert. Auch ein neuer Name für das Haus steht bereits fest: Es wird künftig „Helmgard-Credé-Haus“ heißen.

Hand in Hand: Die Linzgau-Diakonie-Altenhilfe schließt sich der Evangelischen Heimstiftung an. Foto: underdogstudios/fotolia

Die Evangelische Heimstiftung (EHS) mit Sitz in Stuttgart erwirbt zum 1. Januar 2026 sämtliche Anteile der Linzgau-Diakonie-Altenhilfe gGmbH (LDA) in Überlingen. Damit bleiben die Pflegeeinrichtung mit 45 Pflegeplätzen, 17 Tagespflegeplätzen, Betreutem Wohnen und rund 60 Arbeitsplätzen langfristig erhalten, wie die EHS mitteilt. Die LDA war seit dem Jahr 2000 ein Zusammenschluss des Evangelischen Kirchenbezirks Überlingen/Stockach, der Evangelischen Kirchengemeinde Überlingen sowie des Fördervereins Altenzentrum Überlingen.

Zukunftssicherung durch Trägerwechsel

Trotz guter Führung und positivem Ansehen in Überlingen sahen die bisherigen Gesellschafter die Fortführung der Einrichtung durch den kleinen Träger kritisch. Gründe waren wirtschaftliche Zwänge, komplexe rechtliche Vorgaben der Pflegeversicherung sowie hohe finanzielle Belastungen durch das Bestandsgebäude. Um das Angebot und die Arbeitsplätze zu sichern, kam es Anfang 2025 zu Gesprächen mit der Evangelischen Heimstiftung.

Integration in starken diakonischen Verbund

Mit der Entscheidung für die Heimstiftung ist ein nachhaltiger Weg gefunden. „Wir wollen, dass Pflege, Wohnen und Betreuung in unserem diakonischen Haus weiterhin eine hohe Qualität haben, getragen von christlichen Werten. Das ist mit der Heimstiftung gegeben“, erklärte Dekanin Regine Klusmann. Der Betrieb wird nicht nur fortgeführt, sondern in die Strukturen eines großen diakonischen Unternehmens integriert.

Bernhard Schneider, scheidender Hauptgeschäftsführer der EHS, sprach von einem wichtigen Schritt für die Sicherung gemeinnütziger Trägerstrukturen: „Nun wird es in erster Linie darum gehen, einen guten Übergangsprozess zu gestalten.“ Mit der Übernahme gehen alle Arbeits- und Bewohnerverträge auf die Heimstiftung über. Zudem übernimmt die EHS das Grundstück sowie damit verbundene Verbindlichkeiten und notwendige Investitionen in das Gebäude.

Neuer Name: Helmgard-Credé-Haus

Die Betriebsübernahme eröffnet auch neue Perspektiven für die Mitarbeitenden. Geschäftsführerin Manuela Buschle bleibt als Hausdirektorin im Amt: „Ich finde es total klasse, dass ich zukünftig weiterhin Verantwortung für das Haus übernehmen und die Zukunft mitgestalten kann.“ Mit der Umbenennung in Helmgard-Credé-Haus soll die Einrichtung zugleich enger mit der Stadt Überlingen verbunden werden.

Bereits im September 2025 wurden die Notarverträge unterzeichnet, parallel beginnt der Integrationsprozess. Zum Jahreswechsel soll der Betrieb reibungslos in die Strukturen der Heimstiftung überführt werden. Für die Pflegeeinrichtung bedeutet dies nicht nur Kontinuität, sondern auch die Chance auf eine langfristige bauliche und konzeptionelle Weiterentwicklung.