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Diakonie Sachsen fordert günstigere Pflege durch Sondervermögen
Die Diakonie Sachsen will Bundesmittel nutzen, um Investitionskosten in Pflegeheimen zu senken. Bewohner zahlen derzeit 2.800 Euro monatlich aus eigener Tasche, von denen die Investitionskosten einen erheblichen Anteil ausmachen.
Die Diakonie Sachsen sieht im geplanten Sondervermögen des Bundes eine Möglichkeit, die hohen Kosten für Pflegeheimbewohner zu reduzieren. Der evangelische Wohlfahrtsverband fordert die sächsische Staatsregierung auf, die Bundesmittel zu nutzen, um Investitionskosten nicht länger vollständig auf die Bewohner umzulegen.
„Die finanzielle Belastung für die Bewohnerinnen und Bewohner ist inzwischen kaum noch tragbar“, erklärt Dietrich Bauer, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Sachsen, laut Pressemitteilung. Pflegebedürftige müssen im ersten Jahr ihres Heimaufenthaltes durchschnittlich 2.800 Euro pro Monat aus eigener Tasche zahlen.
Investitionskosten belasten Bewohner mit 507 Euro monatlich
Einen erheblichen Anteil dieser Belastung machen laut der Diakonie die Investitionskosten aus. Diese betragen durchschnittlich 507 Euro pro Monat und entsprechen etwa 18 Prozent des gesamten Eigenanteils. „Es ist höchste Zeit, dass das Land hier Verantwortung übernimmt“, so Bauer weiter.
Die Diakonie begrüßt, dass das sächsische Sozialministerium bereits Investitionen in die Pflegeinfrastruktur aus dem neuen Sondervermögen priorisieren will. Eine Übernahme der Investitionskosten – mindestens anteilig – aus dem sogenannten „Sachsenfonds“ wäre laut dem Wohlfahrtsverband ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Bewohner.
Forderung nach wohnortnaher Pflegeinfrastruktur
Neben der Kostenentlastung fordert die Diakonie Sachsen auch nachhaltige Investitionen in eine wohnortnahe Pflegeinfrastruktur. Diese sollen dazu beitragen, Versorgungslücken auf dem Land zu schließen. „Geld allein löst nicht alle Probleme in der Pflege“, betont Bauer. „Aber es schafft die Voraussetzung, dass gute Pflege nicht am Geldbeutel scheitert.“
Die Diakonie hebt hervor, dass die Pflege in Deutschland qualitativ hochwertig und menschenwürdig sei. Wer das Sondervermögen klug einsetze, sorge langfristig für soziale Sicherheit und Lebensqualität in einer alternden Gesellschaft, so die Argumentation des Wohlfahrtsverbandes.
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