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„Für Pflegekräfte ist das hier das Paradies.“

Wie moderne Pflege aussehen kann, zeigt das Marie-Juchacz-Haus der AWO Unterfranken in Würzburg. Hier ist Realität, was andernorts noch Zukunftsvision bleibt: ein integratives, quartiersbezogenes Versorgungssystem, das bauliche, pflegerische und personelle Konzepte gekonnt verbindet.

Zwei Seniorinnen beim Wäschewaschen und Bügeln vor einer Wandmalerei mit orthodoxer Kirche und Grünpflanze.
Backen, Bügeln, Kochen, Wäsche einsammeln oder zusammenlegen: Im Marie-Juchacz-Haus wird das Normalitätsprinzip gelebt. Foto: AWO Unterfranken

Im Marie-Juchacz-Haus der AWO Unterfranken in Würzburg ist Alltag, was andernorts noch als Ziel formuliert wird: moderne, quartiersnahe und menschenzentrierte Altenpflege. „Wir sind nie fertig – es kommen neue Bewohner, neue Mitarbeitende, und wir müssen immer wieder klären, worum es geht: Dass so gepflegt und betreut wird, wie man es sich für sich selbst oder Angehörige wünschen würde“, beschreibt Einrichtungsleiter Raimund Binder die Haltung des Hauses.

Geboten wird ein integriertes Versorgungssystem aus stationärer Pflege, Tagespflege, ambulanten Diensten, Servicewohnen und einem offenen Seniorenclub. Die Architektur unterstützt das Konzept: acht Wohngruppen mit je 12–13 Bewohner:innen, Einzelzimmer, wohnliche Ausstattung. „Die Wohngruppen sind voneinander getrennt. Dadurch entsteht Kleinteiligkeit und Individualität.“ Auch der Verzicht auf typische Handläufe sowie haushaltsübliche Fenstergriffe und Lichtschalter unterstreichen, dass hier Normalität zählt.

Dabei spielt die Einbindung ins Quartier eine zentrale Rolle. Kooperationen mit Vereinen, die Teilnahme am Quartiersmanagement und regelmäßige Angebote wie der wöchentliche Seniorenclub schaffen Begegnung.

Was macht das Würzburger Marie-Juchacz-Haus so besonders? Erleben Sie es live im Rahmen der Fachkonferenz „Neue Wege -Wohnen im Alter“

Spannend und wegweisend ist auch der Umgang mit dem Fachkräftemangel: „Unser Konzept zieht Menschen an. Eine Kollegin sagte einmal: ‚Für Pflegekräfte ist das hier das Paradies.‘“ Möglich macht dies eine sozial verantwortliche Dienstplangestaltung, die Berücksichtigung von Arbeitszeit-Wünschen und ein klares Nein zu endlosen Überstunden. „Hunderte von Überstunden gibt es bei uns nicht.“ Zusätzlich bietet eine eigens angestellte Pflegewissenschaftlerin Unterstützung.

Nutzen Sie die Chance, das Modellhaus in Würzburg persönlich kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und neue Impulse für die eigene Einrichtung mitzunehmen. Jetzt anmelden für die Altenheim Konferenz „Neue Wege“ am 13./14. November in Würzburg.