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Neue Pflegeausbildung: Rund 37.400 Abschlüsse in 2024
Rund 37.400 Männer und Frauen haben im vergangenen Jahr einen Abschluss als Pflegefachkraft erworben. Wie das Statistische Bundesamt am 29.7.2025 in Wiesbaden mitteilte, machten dabei 99 Prozent den 2020 bundesweit eingeführten generalistischen Abschluss als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau.
Nur rund 1 Prozent absolvierte eine Ausbildung mit Schwerpunkt Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (rund 280 Abschlüsse) oder Altenpflege (rund 80 Abschlüsse).
Die Absolventen gehörten zum zweiten Jahrgang nach der vor fünf Jahren erfolgten Ausbildungsreform. Kernpunkt der Reform war eine Zusammenführung aller Pflegeberufe. Zwei Jahre lang werden alle angehenden Pflegefachkräfte gemeinsam generalistisch ausgebildet. Im dritten Jahr können sie sich spezialisieren.
Den Angaben zufolge begannen knapp 59.400 Personen im vergangenen Jahr eine berufliche Ausbildung zur Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Insgesamt stieg damit die Zahl der neuen Ausbildungsverträge unter den Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr um rund 9 Prozent an. Insgesamt, also über alle Ausbildungsjahre hinweg, befanden sich 146.700 Personen in einer solchen Pflegeausbildung (2023: 146.900).
Ein Fünftel der Auszubildenden sind 30 Jahre oder älter
Die Hälfte der Pflegeauszubildenden, die 2024 ihre Ausbildung begonnen haben, war 21 oder jünger. Das Durchschnittsalter lag bei 24 Jahren. Mit 19 Prozent begannen aber auch viele Personen ab einem Alter von über 30 Jahren noch eine Ausbildung zur Pflegefachperson. Über alle Ausbildungsjahre hinweg waren 21 Prozent der Pflegeauszubildenden 30 Jahre oder älter. Knapp drei Viertel aller Pflegeauszubildenden zum Ende des Jahres (74 Prozent) waren Frauen und gut ein Viertel (26 Prozent) Männer.
Der praktische Teil der Ausbildung zur Pflegefachperson kann in einem Krankenhaus, einer stationären Pflegeeinrichtung oder einer ambulanten Pflegeeinrichtung absolviert werden. Im Jahr 2024 absolvierten die Pflegeauszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag mit rund 51 Prozent (30.300) besonders häufig ihre Ausbildung in Krankenhäusern. Darauf folgten stationäre Pflegeeinrichtungen mit 35 Prozent (21.000) und anschließend ambulante Pflegeeinrichtungen mit einem Anteil von rund 11 Prozent (6.700), so das Statistische Bundesamt. Im Hinblick auf die Art der Trägerschaft begannen 44 Prozent oder 26 100 der neuen Pflegeauszubildenden ihre berufliche Ausbildung bei einem freigemeinnützigen Träger, also in Einrichtungen, die einer sozialen, humanitären oder religiösen Vereinigung angehören. 29 Prozent (17.000) der neuen Auszubildenden fingen bei einem privaten Träger an und 25 Prozent (14.900) bei einem öffentlichen Träger der praktischen Ausbildung.
1 200 Studierende im Pflegestudium nach dem Pflegeberufegesetz
Im Jahr 2024 konnten erstmals Zahlen zu Studierenden im Pflegestudium nach dem Pflegeberufegesetz ermittelt werden. Zum Jahresende befanden sich insgesamt etwa 1.200 Studierende in einem Pflegestudium, davon 740 Studienanfängerinnen und -anfänger. Den Bachelor-Abschluss inklusive einer Berufszulassung zur Pflegefachperson erreichten 2024 rund 140 Studierende. An einigen Hochschulen konnte das Studium bereits vor 2024 begonnen werden, so das Statistische Bundesamt.
Details zu den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts finden Sie hier
Hohe Abbruchquoten in der Pflegeausbildung belasten Branche
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