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Betreutes Wohnen: Neue Strategien sind nötig
Trotz steigendem Bedarf an altersgerechtem Wohnen verzeichnet das Betreute Wohnen rückläufige Auslastungszahlen. Experten sehen darin ein Zeichen, dass bestehende Konzepte die Bedürfnisse älterer Menschen nicht mehr vollständig erfüllen. Projektentwickler setzen nun verstärkt auf integrative Quartiersansätze, die verschiedene Wohn- und Betreuungsformen kombinieren.
Laut einer aktuellen Studie der Sozialgestaltung, einer Tochter der Sozialbank AG, sinkt die Auslastung im Bereich des betreuten Wohnens, obwohl der Bedarf an altersgerechten Wohnformen kontinuierlich steigt. Die Carestone Gruppe, einer der führenden Projektentwickler für Pflegeimmobilien, interpretiert diese Entwicklung als Indikator dafür, dass herkömmliche Konzepte den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.
Wandel der Erwartungen
„Der Rückgang der Auslastung bei Bestandsgebäuden trotz anhaltender Nachfrage zeigt, dass neue, differenziertere Lösungen gefragt sind“, erklärt Ralf Licht, Chief Development Officer der Carestone Gruppe. Moderne Wohnkonzepte für Senioren müssten heute mehr leisten als früher und vor allem Selbstbestimmung, Teilhabe sowie ein Umfeld bieten, das soziale Kontakte und flexible Betreuung ermöglicht.
Integrative Quartiersansätze als Zukunftsmodell
Als Reaktion auf die veränderten Bedürfnisse setzt Carestone verstärkt auf integrative Quartiersansätze. Diese verbinden verschiedene Wohn- und Betreuungsformen miteinander und schaffen Wohnraum, der sich den Anforderungen einer heterogenen älteren Gesellschaft anpasst – sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum.
Ein Beispiel für diese Strategie ist ein Neubauprojekt in Hürth, das stationäre Pflege, betreutes Wohnen und eine Tagespflege unter einem Dach vereint. Durch seine zentrale Lage ermöglicht es den Bewohnern Zugang zu Cafés, Einkaufsmöglichkeiten und kulturellem Leben.
„Der Markt entwickelt sich weiter – und mit ihm auch die Erwartungen der Menschen. Wir sehen in dieser Entwicklung eine Chance, gemeinsam mit Kommunen, Betreibern und Investoren neue Standards zu setzen“, betont Licht. Die Zukunft des betreuten Wohnens liege in flexiblen, vernetzten Strukturen, die echte Teilhabe ermöglichen.
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