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Neue Demenzbibliothek soll Gesundheitskompetenz stärken
Das Projekt digiDEM Bayern hat eine umfassende Online-Demenzbibliothek gestartet. Laut den Projektleitern soll das frei zugängliche Wissensportal die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung verbessern und zur Früherkennung von Demenz beitragen.
Die digiDEM Bayern Demenzbibliothek® richtet sich an ein breites Publikum – von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen über Angehörige und Fachkräfte bis hin zu interessierten Bürgern. Sie bündelt wissenschaftlich geprüfte Informationen zum Thema Demenz, die von den digiDEM Bayern-Forschern ausgewählt und allgemeinverständlich aufbereitet wurden.
„So wird spezialisiertes Wissen für alle zugänglich – unabhängig von Vorwissen oder beruflichem Hintergrund“, erläutert Prof. Dr. Elmar Gräßel, Versorgungsforscher und Projektleiter von digiDEM Bayern. Das Portal soll dazu beitragen, Demenzrisiken besser einzuschätzen und präventive Maßnahmen zu ergreifen.
Vielfältiges Informationsangebot
Die Online-Bibliothek enthält aktuelle Meldungen aus Wissenschaft und Forschung sowie aufgezeichnete Webinare mit Fachexperten. Auch wissenschaftliche Publikationen und Kongressbeiträge der digiDEM Bayern-Forscher sind abrufbar.
Neben Fakten zu Risikofaktoren und Krankheitsverlauf bietet das Portal praktische Tipps für den Alltag. „Wir verfolgen das Ziel der Aufklärung im klassischen Sinn und möchten zur Demenz-Früherkennung beitragen“, betont Prof. Dr. Peter Kolominsky-Rabas, Neurologe und digiDEM Bayern-Projektleiter.
Die Projektverantwortlichen hoffen, mit dem vielfältigen Informationsangebot auch der Stigmatisierung von Demenz entgegenzuwirken. Das Portal soll zu mehr Aufklärung, Prävention und gesellschaftlicher Teilhabe beitragen.
Größtes Demenzregister Deutschlands
digiDEM Bayern baut nach eigenen Angaben das größte digitale Demenzregister in Deutschland auf. Mit 2.600 Teilnehmenden aus ganz Bayern habe das Projekt einen Rekordstand erreicht, heißt es in der Mitteilung.
Neben der Online-Bibliothek führt digiDEM Bayern weitere Aktivitäten durch. Dazu gehören bayernweite Demenz-Screeningtage, bei denen Interessierte ihre Gedächtnisleistung testen lassen können. Seit Sommer 2022 haben laut digiDEM Bayern über 3.200 Personen an mehr als 120 Testtagen teilgenommen.
Zudem entwickelt das Projekt digitale Angebote wie einen Selbsttest für pflegende Angehörige, einen digitalen Präventionscoach und verschiedene Online-Fragebögen. Gefördert wird digiDEM Bayern vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention im Rahmen des Masterplans „BAYERN DIGITAL II“.
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