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Viele Unternehmen bieten laut Umfrage zu wenig Gesundheitsförderung

Zum Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (28. April) rückt die betriebliche Gesundheitsförderung in den Fokus. Eine aktuelle Umfrage zeigt jedoch: Viele Unternehmen bleiben bei Prävention und Früherkennung hinter den Erwartungen zurück.

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Viele Unternehmen bleiben bei Prävention und Früherkennung hinter den Erwartungen zurück. Foto: AdobeStock/Celt Studio

Am 28. April macht der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz weltweit auf die Bedeutung sicherer und gesunder Arbeitsbedingungen aufmerksam. Neben klassischem Arbeitsschutz gewinnt auch die betriebliche Gesundheitsförderung zunehmend an Bedeutung – etwa durch Maßnahmen zur Prävention und Früherkennung von Erkrankungen.

Doch viele Arbeitgeber schöpfen dieses Potenzial offenbar nicht aus. Das legt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage der ias-Gruppe aus dem Jahr 2024 nahe. Demnach bewerteten lediglich 42 Prozent der Berufstätigen die Gesundheitsvorsorge im eigenen Unternehmen als gut. Über ein Drittel (34,6 Prozent) äußerte Unzufriedenheit mit den bestehenden Angeboten. Mehr als jeder zehnte Befragte (11,7 Prozent) gab sogar an, gar nicht zu wissen, ob es im eigenen Betrieb überhaupt Präventionsmaßnahmen gibt.

Die Befragung habe außerdem gezeigt, dass sich viele Berufstätige mehr Flexibilität und alltagsnahe Angebote wünschen würden. So hätten 45,7 Prozent angegeben, dass sie Präventionsmaßnahmen besser nutzen könnten, wenn diese zu flexibleren Zeiten angeboten würden.

„Gesundheitsschutz bedeutet nicht nur Unfallverhütung“, sagte Dr. Luise Wendt, Leiterin des Kompetenzfelds Arbeitsmedizin bei der ias-Gruppe. Es müsse sowohl das Arbeitsumfeld als auch das individuelle Verhalten berücksichtigt werden. Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner hätten die Verantwortung, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und im besten Fall zu verhindern. „Der Arbeitsplatz ist dabei ein zentraler Hebel – hier erreichen wir Beschäftigte in entscheidenden Lebensphasen und können mit einem ganzheitlichen Ansatz gezielt präventiv wirken“, so Wendt.

Die Autorinnen und Autoren der Umfrage sehen in der betrieblichen Gesundheitsförderung einen entscheidenden Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Der Arbeitsplatz sei einer der wenigen Orte, an denen Menschen regelmäßig erreicht würden – unabhängig von Beruf, Alter oder sozialem Hintergrund.

Hintergrund: Die ias-Gruppe ist seit rund 50 Jahren im Bereich des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes tätig. Unter dem Dach der ias Stiftung arbeitet sie an rund 110 Standorten in Deutschland mit etwa 1.500 Fachkräften aus Medizin, Ingenieurwesen, Psychologie und weiteren Disziplinen. Die Gruppe bietet Dienstleistungen in den Bereichen Arbeitsschutz, Sicherheit und betriebliche Gesundheitsförderung an.