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Verbraucherpreise in NRW: Pflege als Preistreiber

Im Jahresdurchschnitt 2024 ist die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen um 2,2 Prozent gestiegen. Besonders die Preise für Pflegeleistungen und Versicherungen trugen maßgeblich dazu bei.

Wie das Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen mitteilt, haben im vergangenen Jahr die Preise der Gütergruppe "Andere Waren und Dienstleistungen" am stärksten zur Inflationsrate beigetragen; darunter fallen unter anderem die Preise für Güter und Dienstleistungen aus dem Bereich Körperpflege, Dienstleistungen sozialer Einrichtungen sowie Versicherungs- und Finanzdienstleistungen. Grafik: IT.NRW

Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen lag im Jahresdurchschnitt 2024 bei 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt mitteilt, hatte die Gütergruppe „Andere Waren und Dienstleistungen“ mit 0,6 Prozentpunkten den größten Einfluss auf diesen Anstieg.

Besonders deutlich stiegen die Preise im Bereich der sozialen Dienstleistungen und Versicherungen:

  • Die Beiträge zur Kraftfahrzeugversicherung erhöhten sich um 29,1 Prozent.
  • Die Entgelte für stationäre Pflege wuchsen für privat Versicherte um 11,5 Prozent, für gesetzlich Versicherte um 10,5 Prozent.
  • Auch die Aufwendungen für Altenwohnheime oder betreutes Wohnen legten um 6,2 Prozent zu.

Insgesamt verteuerte sich die Gütergruppe „Andere Waren und Dienstleistungen“ im Vergleich zu 2023 um 6,3 Prozent – deutlich über dem Durchschnitt. Die Berechnung der Inflationsrate berücksichtigt neben den Preisveränderungen auch die Gewichtung der einzelnen Güter und Dienstleistungen im Verbraucherpreisindex (Wägungsanteile). So wird transparent, welche Bereiche besonders zur Teuerung beitragen.