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Durchbruch nach 20 Jahren: ASB Bayern und Verdi einigen sich auf Tarifvertrag
Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Bayern und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich auf einen bayernweiten Tarifvertrag geeinigt.
Die Einigung markiert das Ende einer langen tariflosen Zeit. Der Vertrag ist bereits zum Jahresanfang in Kraft getreten und löst eigenständige Vereinbarungen der ASB-Kreis- und Regionalverbände ab, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung vom 26. Februar.
Der neue Vertrag, der für alle Kreisverbände im Arbeitgeberverband gilt, bringt einheitliche Arbeitsbedingungen für die ASB-Beschäftigten in ganz Bayern. Zu den Kernpunkten gehören:
- Eine flächendeckende 38,5-Stunden-Woche für alle Berufsgruppen
- Anhebung der Rettungsdienstgehälter auf BRK-Niveau
- Einführung von Urlaubsgeld und einer Jahressonderzahlung
- Verbesserungen bei Schicht- und Wechselschichtregelungen
„Beim ASB Bayern gilt nach etwa 20 Jahren endlich wieder ein übergreifender Tarifvertrag,“ betont Dr. Robert Hinke von ver.di Bayern. Er sieht darin eine Rückkehr zu den Wurzeln des ASB als „Kind der Arbeiterbewegung“.
Der Tarifvertrag soll nicht nur die Arbeitsbedingungen verbessern, sondern auch die Attraktivität des ASB als Arbeitgeber steigern. Luise Klemens, Landesbezirksleiterin bei ver.di Bayern, sieht darin ein „starkes Signal in der Sozialwirtschaft“ und eine Antwort auf den Fachkräftemangel.
Bereits im Juli 2025 sind neue Gehaltsverhandlungen geplant. Zudem sollen noch in diesem Jahr Überleitungstarifverträge für München und Nürnberg-Fürth sowie ein Tarifvertrag für Auszubildende ausgehandelt werden.
Diese Entwicklung könnte weitreichende Folgen für die gesamte Sozialbranche haben, in der viele Beschäftigte bisher unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Verdi zeigt sich bereit, mit weiteren sozialen Trägern Tarifverträge zu verhandeln.
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