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Bundesregierung plant Offensive gegen Suizide

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Suizidprävention vorgelegt.

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Eine bundesweite Krisen-Hotline ist ein Kernpunkt des Gesetztes für Suizidprävention. Foto: AdobeStock_WavebreakmediaMicro
Ziel ist es, die alarmierend hohe Zahl von Suiziden und Suizidversuchen in Deutschland nachhaltig zu senken. Laut dem Entwurf wurden in den Jahren 2022 und 2023 jeweils über 10.000 Suizide registriert. Die Zahl der Suizidversuche wird auf mindestens 100.000 pro Jahr geschätzt.

Kernpunkte des geplanten Suizidpräventionsgesetzes:

  1. Errichtung einer Bundesfachstelle für Suizidprävention im Gesundheitsministerium

  2. Entwicklung evidenzbasierter Präventionsmaßnahmen

  3. Aufbau eines digitalen Verzeichnisses von Hilfsangeboten

  4. Einführung einer bundesweiten Krisen-Hotline unter der Nummer 113

  5. Verstärkte Aufklärung und Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen

Die Regierung betont, dass Suizidalität ein gesamtgesellschaftliches Problem sei. Obwohl die Suizidrate seit den 1980er Jahren halbiert werden konnte, stagniere der Rückgang in den letzten Jahren.

Mit dem neuen Gesetz sollen die Rahmenbedingungen für eine effektive Suizidprävention nachhaltig verbessert werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Bekämpfung der Tabuisierung von psychischen Erkrankungen wie Depression oder Schizophrenie, die mit einem erhöhten Suizidrisiko einhergehen.

Experten begrüßen den Vorstoß der Regierung. Sie betonen jedoch, dass für eine wirksame Prävention auch eine bessere Versorgung psychisch kranker Menschen und ein leichterer Zugang zu Therapieangeboten notwendig seien.