News
Pflege: Fachkräfte verdienen fast so viel wie in der Industrie
In der Altenhilfe kann die Bezahlung in diakonischen Einrichtungen mit den Tariflöhnen in der Wirtschaft mithalten. Das zeigt ein aktueller Tarifvergleich.
Die diakonischen Tarifwerke gehören in zahlreichen Berufsgruppen zu den besten im Land. Das zeigt der aktuelle Tarifvergleich des Magazins Wohlfahrt Intern, der Gehälter aus 43 Berufsfeldern analysiert hat. Besonders in der Altenpflege und im Gesundheitswesen schneiden die diakonischen Tarife hervorragend ab. Das teilte der VdDD heute in einer Pressemitteilung mit.
Sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands lagen diakonische Tarife jeweils 50-mal an der Spitze. Besonders bemerkenswert ist die Vergütung in der Altenpflege: Fachkräfte, die nach den bundesweit gültigen Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Deutschland (AVR DD) bezahlt werden, verdienen im ersten Berufsjahr 48.147 Euro brutto im Jahr. Das sind nur 3,9 Prozent weniger als im besten Industrie-Tarif.
Wer als Pflegedienstleitung einsteigt, erzielt sogar ein leichtes Plus von 0,5 Prozent gegenüber der Industrie – mit einem Einstiegsgehalt von 72.768 Euro brutto im Jahr.
Dr. Ingo Habenicht, Vorsitzender des Verbands diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD), sieht die Diakonie als attraktiven Arbeitgeber: „Die Gehälter diakonischer Unternehmen sind für Mitarbeitende und Bewerbende attraktiv. Durch die hohe Tarifbindung unserer Unternehmen sind sie ein verlässlicher Arbeitgeber für hunderttausende Beschäftigte.“
Zusätzlich zur Vergütung bietet die Diakonie in der Regel betriebliche Altersvorsorge sowie Zulagen, etwa für Beschäftigte mit Kindern. Laut Habenicht sorgt das kirchliche Arbeitsrecht für faire Bedingungen: „Die auf Konsens ausgelegte Arbeitsrechtssetzung führt zu sehr guten und fairen Lohn- und Arbeitsbedingungen.“
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren