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Modellprojekt Springerpool: Förderung läuft aus

Das bayerische Modellprojekt zur Entlastung von Pflegekräften durch Springerpools steht vor einer unsicheren Zukunft, denn die Förderung des Projekts ist inzwischen ausgelaufen. Eine Anschlussfinanzierung ist bislang nicht gesichert,

Springerkonzepte können ein wichtiger Baustein für verlässliche Arbeitszeiten in der Pflege sein. Bild: Adobe Stock/unai

Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Das Projekt mit mehr als 30 Einrichtugnen der Langzeitpflege, lief im Oktober 2023 an, die Förderung war auf ein Jahr begrenzt. Alexander Schraml, Vorstandssprecher der Genossenschaft Kommunale Altenhilfe Bayern, fordert nun eine Übernahme in die Regelfinanzierung durch Pflegekassen und Sozialhilfeträger. Die Verhandlungen laufen aber noch. Die Förderung der Modellprojekte ist jedoch bereits im Oktober ausgelaufen. Schraml fordert eine Zwischenfinanzierung, um die bestehenden Projekte bis dahin aufrechterhalten zu können.

Das Bundesgesundheitsministerium hat zwar gesetzliche Regelungen auf den Weg gebracht, wonach Konzepte wie Springerpools in künftigen Rahmenverträgen der Pflegekassen berücksichtigt werden sollen. Diese Regelungen greifen aber erst mittelfristig und die Verhandlungen auf Landesebene sind noch nicht abgeschlossen. Für die Modellprojekte, deren Förderung bereits ausgelaufen ist, bleibt daher eine Finanzierungslücke.

Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hat Vertreter von Pflegekassen und Sozialhilfeträgern zu Gesprächen über die Zukunft der Springerkonzepte eingeladen. Die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation durch die Hochschule Kempten, die unter anderem untersucht, ob die Springerpools das Stammpersonal nachhaltig entlasten und die Kosten für Leiharbeit reduzieren, werden erst 2025 erwartet.