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Bayern startet HighCare Agenda zur Digitalisierung der Pflege
Bayern hat eine HighCare Agenda ausgearbeitet, die eine Digitalisierungsoffensive in der Pflege bis 2029 vorsieht.
Kernziele sind die Entlastung des Pflegepersonals, die Verbesserung der Informationslage für Pflegebedürftige und der Ausbau von Forschungsnetzwerken in der Pflege. Der Startschuss für die Umsetzung fällt 2025 mit dem „Digitalpakt Pflege“.
Die HighCare Agenda zielt auf drei zentrale Handlungsfelder:
- Pflegende unterstützen: Für Pflegekräfte ist unter anderem eine 100%-WLAN-Strategie in Einrichtungen geplant, die den Weg für digitale Dokumentationstools ebnet. KI-gestützte Anwendungen sollen den Dokumentationsaufwand reduzieren. Um die Einführung solcher Technologien zu begleiten, soll ein landesweites Netz von Pflege-Technik-Expertinnen und -Experten entstehen, die Pflegende im Umgang mit neuen Hilfsmitteln schulen und unterstützen.
- Pflegebedürftige informieren: Eine groß angelegte Kampagne soll Pflegebedürftige und Angehörige über digitale Möglichkeiten im Pflegealltag aufklären. Musterpflegeeinrichtungen und mobile Pflege-Labore werden landesweit eingerichtet, um die Transformation in die digitale Pflege zu fördern. Zudem soll der „Pflegefinder“ zu einer zentralen digitalen Informationsplattform für Betreuung und Pflege ausgebaut werden.
- Forschung und Vernetzung stärken: Der Freistaat plant, bestehende Projekte zu bündeln und weiterzuentwickeln. Ein „Kompetenzcluster innovative Pflege“ (KiPf) am Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen soll hierfür die Vernetzung und den Wissensaustausch fördern. Gleichzeitig wird die „Bayerische Forschungsinitiative Pflegetechnik“ (FiPtec) beim Bayerischen Zentrum Pflege Digital an der Hochschule Kempten starten, die sich auf die Forschung zur Pflege von morgen konzentriert.
Ab 2026 sind zudem Förderprogramme zur Weiterentwicklung von Pflegeassistenzsystemen und Robotik geplant. Diese sollen Bayerns Vorreiterrolle im Bereich Pflegetechnologie stärken und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Der Freistaat will die Umsetzung der HighCare Agenda als Gemeinschaftsaufgabe begreifen und dazu alle relevanten Akteure der Pflegebranche in Bayern an einen Tisch bringen.
Parallel dazu befindet sich die „HighMed Agenda“, die sich der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung widmet, auf einem guten Kurs. Projekte wie „DigiMed Bayern“ und die „Virtuelle Kinderklinik“ werden weiter ausgebaut. Bayern investiert rund 2,7 Millionen Euro in „DigiMed“, um die Vernetzung im Gesundheitswesen zu stärken.
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