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Potsdam plant Pflege der Zukunft: Bedarfsanalyse bis 2040

Erstmals zeigt Potsdams neuer Pflegebedarfsplan, wie die Stadt den steigenden Pflegebedarf bis 2040 decken will – mit mehr altersgerechtem Wohnraum, Pflegekräften und ambulanten Diensten.

Mit dem Pflegebedarfsplan will die Stadtverwaltung die pflegerische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger langfristig sichern. Adobe Stock/ peopleimages.com

Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam hat zum ersten Mal einen umfassenden Pflegebedarfsplan erarbeitet, der den künftigen Bedarf an Pflegeinfrastrukturen bis 2040 analysiert und Handlungsempfehlungen liefert. Der Plan stellt eine strategische Grundlage dar, um die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in den kommenden Jahrzehnten sicherzustellen.

Brigitte Meier, Beigeordnete der Stadt, sieht in dem Plan eine entscheidende Grundlage für die kommenden Herausforderungen: „Mit dem ersten Pflegebedarfsplan haben wir eine fundierte Basis, um den Pflegebedarf der nächsten Jahrzehnte vorausschauend zu planen und zu sichern.“ Der Plan mache deutlich, dass Potsdam auf einem guten Weg sei, den Anforderungen einer alternden Gesellschaft mit einer nachhaltigen Versorgung zu begegnen.

Ausbau der häuslichen Pflege

Die Erstellung des Pflegebedarfsplans erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Beratungsinstitut Empirica. Prognosen zeigen, dass die Zahl der pflegebedürftigen Personen in Potsdam bis 2040 von 8.875 auf rund 11.300 ansteigen wird – eine Zunahme von mehr als 2.400 Menschen. Die Analyse des künftigen Bedarfs führt dabei zu klaren Forderungen: Neben etwa 11.000 altengerechten Wohnungen werden mindestens zehn neue Pflegedienste und ein rund 30 Prozent höherer Bedarf an Pflegekräften benötigt. Der Plan legt zudem den Fokus auf den Grundsatz „ambulant vor stationär“ und fordert den Ausbau der häuslichen Pflege, um ein möglichst selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause zu ermöglichen.

Mit dem Pflegebedarfsplan will die Stadtverwaltung frühzeitig auf die absehbaren Herausforderungen des demografischen Wandels reagieren und die Grundlage für politische Entscheidungen schaffen, um die pflegerische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger langfristig zu sichern.