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Herausragendes Engagement in der Hospizarbeit

Der bayerische Hospizpreis ging dieses Jahr an den Hospizverein Kempten für das Projekt „LEBEN hören“ sowie an die Hospizbegleiterin Alexandra Maria Scharpf.

Hospiz Palliativ
Die Bayerische Stiftung Hospiz zeichnet herausragendes Engagement in der Hospizarbeit aus. Foto: AdobeStock/ Chinnapong

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach hat am 28. Oktober in Würzburg den Bayerischen Hospizpreis der Bayerischen Stiftung Hospiz (BSH) überreicht. Der Preis, der dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, ehrt herausragende Verdienste im Ehrenamt und prägende Projekte in der Hospizarbeit.

Den Stiftungspreis „Projekt 2024“ erhielt der Hospizverein Kempten für das Projekt „LEBEN hören“. Zwei Jahre lang interviewten Ehrenamtliche des Vereins sterbende Menschen über die Melodie ihres Lebens. Die daraus entstandene Sammlung an Geschichten und Liedern erreichte durch Konzertlesungen ein breites Publikum – auch Menschen, die bisher keinen Bezug zur Hospizarbeit hatten. Gerlach lobte die Initiative: „Das Projekt entfaltet eine enorme Wirkung und zeigt, wie wertvoll die Auseinandersetzung mit den letzten Lebensphasen sein kann.“

Die Stiftung zeichnete in diesem Jahr Alexandra Maria Scharpf aus Kaufbeuren mit dem Preis für „Ehrenamt“ aus. Scharpf, die seit 2008 Hospizbegleiterin ist und sich unter anderem für das Projekt „Hospiz macht Schule“ engagiert, wurde für ihre langjährige Arbeit im Hospizverein Kaufbeuren geehrt. Gerlach hob in ihrer Laudatio Scharpfs „Empathie und Wertschätzung für schwerstkranke und sterbende Menschen“ hervor und würdigte ihren Einsatz, den Hospizgedanken auch an Kinder zu vermitteln.

Ministerin Gerlach unterstrich zudem das 25-jährige Bestehen der Bayerischen Stiftung Hospiz, die als zentrale Förderin der Hospizarbeit in Bayern gilt. Mit über 300 stationären Hospizplätzen und mehr als 140 ambulanten Hospizvereinen, in denen fast 8.000 Ehrenamtliche aktiv sind, sei der Freistaat gut aufgestellt, so Gerlach.