News
Deutschlandkarte Heimsterben aktualisiert: Über 1.000 Einrichtungen betroffen
Der AGVP hat seine Deutschlandkarte Heimsterben aktualisiert. Seit 2023 sind demnach über 1.000 Einrichtungen insolvent oder geschlossen.
Mehr als 1.000 Insolvenz- und Schließungsfälle sind seit Anfang 2023 in der aktualisierten Version der „Deutschlandkarte Heimsterben“ dokumentiert. Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) fordert von Politik und Kostenträgern, Maßnahmen zu ergreifen, um das Heimsterben zu beenden.
Als der Verband die Karte Anfang des Jahres erstmalig veröffentlicht hat, waren noch über 800 Angebotseinschränkungen, Insolvenzen und Schließungen in der Altenpflege dokumentiert.
Laut AGVP wurden lokale, regionale und überregionale Meldungen ausgewertet. Es sei allerdings von einer Untererfassung auszugehen, da nicht immer berichtet werde.
„Die Karte macht deutlich, dass das Heimsterben fortschreitet. 1.097 Pflegeeinrichtungen sind seit 2023 von Angebotseinschränkungen, Insolvenz oder Schließung betroffen. Die Pflegebedürftigen leiden unter dem Versorgungsabbau, gleichzeitig steigt die Zahl der Pflegebedürftigen“, mahnt AGVP-Präsindet Thomas Greiner. Die Kassen und Bundesländer kämen ihrer gesetzlichen Pflicht nicht nach, die Versorgung der alten Menschen sicherzustellen – die Versorgungskrise gehe auf auch ihr Konto.
Der Verband fordert unter anderem:
- Strafzinsen für säumige Kostenträger,
- eine verlässliche Politik, die stabile Rahmenbedingungen für Pflegeeinrichtungen garantiert,
- umfassende Schadensersatzansprüche für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen gegenüber den Kostenträgern und einen Rechtsanspruch auf einen Pflegeplatz.
Auch müsse künftig klar sein, wie Einrichtungen mit guter Pflege auch finanzielle Überschüsse erzielen, so der AGVP in der Pressemitteilung zur aktualisierten Karte.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren