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Studie: Was kann Pepper in der Pflege leisten?

Eine aktuelle Studie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) will untersuchen, wie soziale Roboter effektiv in den Pflegealltag integriert werden können.

Simulationspatientin im Dialog mit Pepper zum Trinkverhalten. Der BTU-Pflegewissenschaftler Jörg Matthäi gibt Erläuterungen. Foto: BTU, Sascha Thor

Die Pilotstudie untersucht, wie der Roboter „Pepper“ auf ältere Menschen wirkt, wenn er mit ihnen über wichtige Themen wie Trinkverhalten spricht. Ziel ist es herauszufinden, wie gut die Seniorinnen und Senioren auf diese Technologie reagieren und ob sie dadurch besser informiert und motivierter werden. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Beratung zur Dehydratationsprophylaxe bei den pfelgebedürftigen Menschen.

Trinkverhalten im Fokus der Studie

Der 1,20 Meter große Roboter Pepper kann sprechen, Gesten machen und Emotionen erkennen. Im Projekt „Beratung mit Pepper“ führt er Gespräche über Trinkgewohnheiten und allgemeine Themen wie das Wetter. Am Ende jedes Gesprächs wird ein Interview mit den Teilnehnehmenden geführt, um ihre Eindrücke zu sammeln.

Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Hübner von der BTU betont die Bedeutung der Pflegerobotik und die Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem. Diese Partnerschaft ermöglicht es, neue Technologien in der Pflege zu testen.

Andrea Stewig-Nitschke von der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem unterstreicht, wie wichtig die Integration digitaler Technologien in den Pflegealltag ist. Pepper wurde von der Belegschaft positiv aufgenommen und soll langfristig die Patientenversorgung verbessern.

Ergebnisse und zukünftige Forschung

Die Studie wird von Jörg Matthäi im Rahmen einer Masterarbeit durchgeführt. Er betont, dass die Seniorinnen und Senioren großes Interesse an der Interaktion mit Pepper zeigen. Künftige Forschungen könnten sich darauf konzentrieren, wie Pepper noch besser auf individuelle Bedürfnisse der Betroffenen eingehen kann. „„Als vielversprechende zukünftige Forschungsfrage hat sich eine Personalisierung des Interaktionsangebots des Roboters in Bezug auf Prosodie – so auf Lautstärke, Tempo und Sprachmelodie – herauskristallisiert“, so Matthäi.

Die Ergebnisse der Studie sind vielversprechend und werden bereits in Lehrveranstaltungen der BTU genutzt. Jörg Matthäi wird die Studie im November 2024 auf der tekom in Stuttgart vorstellen, der weltweit größten Veranstaltung im Bereich der Technischen Kommunikation.