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Sachsen-Anhalt: Behörden finden mehr Mängel in Pflegeheimen
Die Heimaufsicht in Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Mängel in Pflegeheimen festgestellt. Gleichzeitig sinkt die Zahl stationärer Einrichtungen.
Die Heimaufsicht beim Landesverwaltungsamt hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg bei Mängeln in Pflegeheimen festgestellt. Wie die Behörde mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 1.145 Mängel festgestellt, im Jahr 2022 waren es 742. Dies sei allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass die regelmäßigen Überprüfungen der Heime wieder den Umfang hätten annehmen können wie vor der Corona-Pandemie. Mehr Überprüfungen hätten zu mehr festgestellten Mängeln geführt, sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye. Ein Drittel der festgestellten Mängel sei auf den Bereich der personellen Anforderungen entfallen, mehr als ein Viertel auf den Bereich der Pflege und Betreuung.
Aber auch die Anlassprüfungen als Folge von Beschwerden von bspw. Angehörigen, Bewohnern oder auch des eigenen Personals erhöhten sich um knapp 25 Prozent auf 134 von 108 im Jahr 2022.
Zahl der Pflegeheime sinkt
In Sachsen-Anhalt gab es 2023 rund 39.000 Pflegeplätze in 693 stationären Einrichtungen. Das sind zwölf weniger als 2022. Seit einigen Jahren werde der Trend hin zu ambulanten Pflegeeinrichtungen verzeichnet, sagte Pleye. „Größere Individualität und Selbstbestimmtheit sind dabei ausschlaggebende Argumente bei der Wahl dieser Wohnform.“ So gab es 2018 noch 112 Einrichtungen mit 1.015 Plätzen, 2023 waren es bereits 321 Einrichtungen mit 2.635 Plätzen.
(dpa/ck)
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