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DEVAP drängt auf Reformen zur Entlastung in der Pflege
DEVAP unterstützt die Forderung von Bundesgesundheitsminister Lauterbach nach mehr finanzieller Beteiligung der Länder an den Investitionskosten für Pflegeheime zur Entlastung der Pflegebedürftigen.
Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) drängt angesichts der aktuellen Zahlen des Verbands der Ersatzkassen (vdek) auf dringende Maßnahmen zur Sicherstellung der professionellen Pflege. In einer Stellungnahme unterstützte DEVAP den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Lauterbach, die Länder verstärkt in die Verantwortung für die Investitionskosten von Pflegeheimen zu nehmen. Dies sei, neben der Herausnahme der Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen und der Überführung der Kosten für die stationäre Behandlungspflege in das SGB V, eine wichtige Stellschraube, um der finanziellen Überforderung Pflegebedürftiger entgegenzuwirken, sagte DEVAP-Vorsitzender Wilfried Wesemann.
„Die Übernahme der Investitionskosten durch die Länder könnte Pflegebedürftige um durchschnittlich 490 Euro im Monat entlasten“, betonte Wesemann. Er forderte zudem einheitliche Grundlagen und Bewertungsinstrumente für Investitionskosten in der ambulanten und stationären Pflege. Die Reformvorschläge seien entscheidend für die Sicherung der professionellen Langzeitpflege und die Entwicklung einheitlicher Lebensbedingungen für Pflegebedürftige.
Eigenanteile durchschnittlich bei 2.871 Euro
Die aktuellen Eigenanteile von durchschnittlich 2.871 Euro im ersten Aufenthaltsjahr seien laut Wesemann ein Anzeichen für die finanzielle Überforderung Pflegebedürftiger. Er betonte die Notwendigkeit eines Systemwechsels und einer umfassenden Finanz- und Strukturreform der Pflegeversicherung.
Hintergrund: Die Eigenanteile stiegen laut vdek im Vergleich zum Vorjahr um 211 Euro auf monatlich 2.871 Euro im ersten Aufenthaltsjahr.
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