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Lauterbach will Kompetenzen für Pflegekräfte ausweiten

Ein Gesetz, das zusätzliche Kompetenzen für Pflegekräfte vorsieht, soll nach den Plänen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bis zum Sommer vorliegen.

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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat einen ersten Gesetzentwurf im ersten Halbjahr 2024 in Aussicht gestellt. Foto: Thomas Ecke/BMG

„Ich gehe davon aus, dass wir in der ersten Hälfte des neuen Jahres einen Gesetzentwurf haben», sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Vorläufige Eckpunkte dazu sind jetzt fertig.“ Darüber berät der
Minister am Dienstagnachmittag mit den Spitzen der Gesundheits- und Pflegebranche.

Schon beim Pflegetag im vergangenen September hatte der Minister einen Gesetzentwurf in Aussicht gestellt, um den Pflegeberuf durch zusätzliche Kompetenzen attraktiver zu machen. Nach Lauterbachs Worten sollen Pflegekräfte etwa Ernährungsberatungen durchführen, die Wundversorgung eigenständig planen und über den Einsatz bestimmter Salben und Katheter entscheiden dürfen. Fachkräfte mit akademischem Abschluss sollen sogar kleine Praxen leiten und bestimmte Medikamente selbst verschreiben können.

Moll begrüßt Eckpunkte

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Claudia Moll (MdB) begrüßt die vorgestellten vorläufigen Eckpunkte ausdrücklich. Wiederholt forderte sie mehr Autonomie für die Berufsgruppe: „Der Arztvorbehalt ist in vielen Bereichen veraltet. Pflegende brauchen mehr und eigenständige Handlungsspielräume. Das dient der Versorgungsqualität und der Berufszufriedenheit gleichermaßen.“

Die Pflegebevollmächtigte hat immer wieder darauf hingewiesen, dass Pflegekräfte schon heute aufgrund von Aus- und Weiterbildung viel mehr eigenständig tun und entscheiden können, als sie rechtlich dürfen.