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100 Millionen Euro: Weiterfinanzierung von Bundesfreiwilligendienst gesichert
Die Hängepartie bei der Weiterfinanzierung des Bundesfreiwilligendienstes ist vorbei: Das Bundesfinanzministerium hat für das kommende Jahr 100 Millionen Euro freigegeben. Trägerverbände sind erleichtert, fordern aber grundsätzliche Änderungen.
Das Bundesfinanzministerium erlaubt dem Bundesfamilienministerium, den Trägern für das kommende Jahr bis zu 100 Millionen Euro verbindlich zuzusagen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Mitteilung an den Bundestag hervorgeht.
Hintergrund der Hängepartie war die Tatsache, dass es nach dem Zerbrechen der Ampel-Koalition bislang keinen Bundeshaushalt für 2025 gibt. Der Etat würde normalerweise auch verbindliche finanzielle Zusagen – sogenannte Verpflichtungsermächtigungen – für das folgende Jahr enthalten. Aktuell müssen solche Ermächtigungen einzeln vom Finanzministerium freigegeben werden.
Das Familienministerium hatte nach eigenen Angaben die Freigabe von 100 Millionen Euro zur Finanzierung des Bundesfreiwilligendienstes im Jahr 2026 bereits vor mehreren Wochen beantragt. Nach der Bewilligung durch das Finanzministerium kann das Geld nun fest eingeplant werden. Die Verträge für Einsätze im Bundesfreiwilligendienst (BFD) starten meist im Sommer und laufen in der Regel zwölf Monate, also bis ins Folgejahr hinein.
Der Leiter Jugend und Wohlfahrtspflege beim DRK, Joß Steinke, sagte dem epd, die Verzögerungen hätten „zu Problemen geführt, aber es wird nun zumindest weiterer Schaden vermieden“. Steinke forderte zugleich, die Freiwilligendienste insgesamt besser auszustatten. Sie müssten „attraktiver und das Angebot auch besser beworben werden, um das Engagement und damit letztlich den Zusammenhalt in der Bevölkerung zu stärken“.
Eine AWO-Sprecherin sagte dem epd, die Freigabe des Finanzministeriums bringe „die erforderliche Planungssicherheit, um BFD-Plätze im nächsten Freiwilligenjahrgang zu besetzen“. Die Nachfrage nach Plätzen liege bereits jetzt über der vom Vorjahr. Zugleich forderte die Sprecherin „längerfristige Planungssicherheit“: Unsicherheiten und kurzfristige Finanzierungszusagen seien für die Träger „zermürbend“ und führten „leider auch immer wieder zu Absagen an Interessierte“.
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