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Villa Vitalia-Pleite: Weitere Heime machen dicht
Die Gespräche mit einem potenziellen Investor sind gescheitert: Bis Ende Februar müssen die Bewohner aus den Heimen in Stade und Kirchgellern ausziehen. Das hängt mit der insolventen Villa Vitalia Gruppe zusammen.
Das berichtet u.a. das Hamburger Abendblatt. Betroffen sind das Bella Vita Pflegeheim „Haus Hilsen“ in Kirchgellersen (bei Lüneburg) und das Johannisheim in Stade. Für die Rettung der insgesamt 58 Pflegeplätze im Landkreis Lüneburg hätte es ebenso wie für weitere Häuser der Villa Vitalia einen potenziellen Investor gegeben, doch die Gespräche sind gescheitert.
Das Johannisheim in Stade mit rund 80 Pflegeplätzen sollte eigentlich von der Villa Vitalia übernommen werden. Es musste im Sommer vergangenen Jahres unter der Trägerschaft eines kirchlich-ethischen Vereins Insolvenz anmelden. Auch diese Bewohner müssen nun bis Ende Februar ausziehen.
Nachdem bereits Ende Dezember 18 Tochtergesellschaften der Villa Vitalia Gruppe Insolvenzantrag beim Amtsgericht Schwerin gestellt hatten, folgte am 5. Februar auch der Insolvenzantrag für die Muttergesellschaft Villa Vitalia Gesundheit und Pflege AG. Auch die Firmenzentrale in Hamburg werde liquidiert, berichtete das Hamburger Abendblatt.
Auch der Wohnpark in Boizenburg (Mecklenburg-Vorpommern) mit 52 Plätzen und die Pflegeeinrichtung Falkenhof in Seevetal (29 Plätze) sollen geschlossen werden. Insgesamt würden 550 Mitarbeiter:innen ihren Arbeitsplatz verlieren oder in andere Gesellschaften ausgegliedert.
Auch in Bayern hat die Insolvenzt Folgen. Wie die Frankenpost und das Extra-Radio berichten, ist das Alten- und Pflegeheim in Weißenstadt zahlungsunfähig. Bereits im Dezember wurden auf Anordnung des Landratsamtes Wunsiedel besonders pflegebedürftige und damit schutzwürdige Bewohner in andere Einrichtungen verlegt. Aufgrund personeller Engpässe kann auch die Versorgung der verbliebenen Bewohner nicht sichergestellt werden.
Das Landratsamt hat deshalb organisiert, dass das BRK vor Ort einspringt. Im Laufe der Woche sollen die Helfer durch Aushilfskräfte ersetzt werden. Der Landkreis kümmert sich um die Finanzen. Über den 1. März hinaus sei ein solches finanzielles Engagement des Landkreises aber nicht möglich, heißt es in einer Mitteilung.
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