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Trendbarometer Sozialwirtschaft: angespannt, aber nicht verschlechtert
Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft bleibt angespannt, hat sich aber nicht verschlechtert.
Das ist die Grundaussage des vierten Trendbarometers Sozial- und Gesundheitswirtschaft“, das am 5. Juni veröffentlicht wurde. Dazu befragte SozialGestaltung im Auftrag der SozialBank im Zeitraum vom 4. April bis 5. Mai 2024 ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter von über 1.800 Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens zu den Kernaussagen. Themen waren neben der aktuellen wirtschaftlichen Lage auch aktuelle Herausforderungen, Investitionsanlässe und die Auswirkungen gesetzlicher Reformbestrebungen.
Rund die Hälfte der Befragten (51,4 Prozent) gibt an, dass die wirtschaftliche Lage des Gesamtunternehmens in den nächsten sechs Monaten als „angespannt“ oder „sehr angespannt“ eingeschätzt wird. Beim dritten Trendbarometer im November 2023 waren es noch 82 Prozent. Erstmals seit Beginn des Trendbarometers im September 2022 schätzen die befragten Einrichtungen ihre wirtschaftliche Lage nicht schlechter ein als zuvor. Dennoch liegen die Werte deutlich unter denen von 2022 und Anfang 2023. So erwartet immer noch fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) für 2024 ein negatives Jahresergebnis, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Sozialbank vom 5. Juni.
Schwierig: Vergütungsverhandlungen mit den Kostenträgern
Die Ergebnisse zeigen die Herausforderungen bei den Vergütungsverhandlungen mit den Kostenträgern. Erstmals werden diese neben dem Fachkräftemangel und dem personalbedingten Belegungsrückgang als eine der größten Schwierigkeiten genannt. Die erwarteten Vergütungssteigerungen können die wirtschaftlichen Defizite weiterhin nicht kompensieren.
Die Investitionsschwerpunkte bis 2024 liegen vor allem im Personalbereich. „Angesichts begrenzter finanzieller Mittel besteht die Gefahr, dass andere wichtige Investitionsfelder wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit vernachlässigt werden“, sagt Susanne Leciejewski, Geschäftsführerin der SozialGestattung.
Der Transaktionsmarkt zeigt sich weiterhin verhalten, was sich in weniger geplanten Übernahmen und Zukäufen widerspiegelt. 48,6 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, in den letzten sechs Monaten keine Transaktion geplant zu haben, gegenüber 35,7 Prozent im Zeitraum Februar bis August 2023 (-12,9 Prozent).
Hier können Sie das Trendbarometer 2024 anfordern.
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