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Studie: Heimleitungen verdienen durchschnittlich 83.157 Euro pro Jahr

Einrichtungsleitungen in der Altenpflege verdienen laut einer aktuellen Analyse der Personalvermittlung Rehsearch heute im Schnitt 83.157 Euro Jahresbrutto. Zugleich schrumpft der finanzielle Abstand zur Pflegefachkraft: Der durchschnittliche Führungsaufschlag liegt bei 32,6 Prozent, 6,5 Prozentpunkte weniger als 2020. Fachkraftgehälter sind seit 2020 stärker gestiegen als die Bezüge auf den Leitungsebenen.

Quelle: REHSEARCH Jahresbruttowerte 2020 gegenüber heute beziehungsweise 2026. Pflegefachkraft: BA/bpa 2020 und BA 2025. PDL/EL: Rehsearch 2020/2026. WBL: Modellwert auf Basis Rehsearch 2024 und Fachkraftentwicklung.

Für das Whitepaper „Sind Führungskräfte-Gehälter in der Altenpflege gerecht?“ hat Rehsearch die Gehaltsentwicklung von Wohnbereichsleitungen (WBL), Pflegedienstleitungen (PDL) und Einrichtungsleitungen (EL) zwischen 2020 und 2026 ausgewertet und dem Medianentgelt einer Pflegefachkraft gegenübergestellt. Nach Angaben der Personalvermittlung stiegen die Führungsgehälter im Durchschnitt der drei Ebenen um 33,3 Prozent. Das Medianentgelt der Pflegefachkräfte legte im gleichen Zeitraum von 38.088 Euro auf 53.256 Euro Jahresbrutto zu – ein Plus von 39,8 Prozent. Basis sind Werte des bpa Arbeitgeberverbands für 2020 sowie des Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit mit Stand 2025.

Konkrete Jahresgehälter entlang der Karriere

Pflegedienstleitungen verdienen nach Rehsearch-Vermittlungsdaten heute 66.343 Euro Jahresbrutto, nach 49.645 Euro im Jahr 2020. Einrichtungsleitungen kommen aktuell auf 83.157 Euro, gegenüber 67.606 Euro vor fünf Jahren. Für Wohnbereichsleitungen weist Rehsearch einen Modellwert aus: 62.351 Euro heute nach 41.729 Euro im Jahr 2020, berechnet auf Basis eigener Daten von 2024 und der Fachkraftentwicklung.

Abstände zwischen den Karrierestufen verschieben sich

Innerhalb der Pflegehierarchie verläuft die Entwicklung uneinheitlich. Der Aufschlag von der Fachkraft zur Wohnbereichsleitung stieg laut Rehsearch von 9,6 auf 17,1 Prozent. Zwischen WBL und PDL schrumpfte der Abstand dagegen von 19,0 auf 6,4 Prozent, zwischen PDL und EL von 36,2 auf 25,3 Prozent.

Nur 14 Prozent wollen Führung übernehmen

Wie zurückhaltend Beschäftigte auf Führungsrollen blicken, zeigt eine im Whitepaper zitierte Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (KOFA Kompakt 1/2026). Nur 14 Prozent der Beschäftigten ohne Führungsverantwortung können sich eine solche Rolle klar vorstellen, weitere 40 Prozent unter bestimmten Bedingungen. Für 95 Prozent der Führungsinteressierten sei ein hohes Gehalt ein zentraler Anreiz. Ein „wissenschaftlich anerkannter Faktor, der Mehrverantwortung direkt in einen bestimmten Gehaltsprozentsatz übersetzt“, existiere jedoch nicht, hält die Personalvermittlung in ihrer Einordnung fest.

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