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Stambulant erhält breite politische Unterstützung
Bundestagsabgeordnete von SPD, Grünen und CDU unterstützen das stambulante Versorgungsmodell. Passiert nichts, ist Ende des Jahres Schluss.
Trotz der aktuellen politischen Turbulenzen und bevorstehender Neuwahlen erfährt das innovative Pflegemodell „Stambulant“ der BeneVit-Gruppe parteiübergreifende Unterstützung im Bundestag. Das Modell stand im Zentrum eines parlamentarischen Frühstücks am 7. November in Berlin. Die Initiative ging von den Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner (SPD) und Yannick Bury (CDU) aus, die sich gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Pflegebranche für eine gesetzliche Verankerung starkmachten.
Allerdings steht das Projekt vor dem Aus. Das Pflegekompetenzgesetz wird in diesem Jahr angesichts der Regierungsneuwahlen nicht mehr verabschiedet, und strittige Punkte könnten den Fortbestand des Modellprojekts gefährden.
Annika Lange, Unterabteilungsleiterin im Bundesgesundheitsministerium und zuständig für das Pflegekompetenzgesetz, führte aus, dass das Stambulant-Modell Vorbild für die gesetzlichen Regelungen sei. Man könne nicht direkt im Gesetz ein bestimmtes Modell vorgeben. Es sei üblich, dass die Sozialpartner das Aushandeln. Es wird im Gesundheitsministerium ein Vorrangmodell für Stambulant geprüft, damit es schnell Genehmigungen für die Abrechenbarkeit gebe. Das Stambulant-Modell sei überzeugend und deswegen wolle man es unbedingt ermöglichen.
Passiert nichts, ist Ende des Jahres Schluss
Yannick Bury (CDU) forderte eine klare gesetzliche Grundlage: „Der Vorschlag des Gesundheitsministeriums reicht nicht aus, um das Modell vor Ort zu verankern.“ Nach dem Austausch in Berlin soll nun das Bundesgesundheitsministerium, das sich ebenfalls für die Richtigkeit des Konzeptes ausgesprochen hat auf Bitten der Parlamentarier zeitnah prüfen, wie eine Lösung gestaltet werden kann.
Falls nichts geschieht, endet das Modellprojekt in Wyhl zum Jahresende. Dazu erklärt Kaspar Pfister, Familienunternehmer und Inhaber der BeneVit Gruppe: „Wenn nichts geschieht, dann muss ich die Reißleine ziehen. Nach acht Jahren, in denen sich Stambulant erwiesenermaßen bewährt hat, wäre das bitter für alle Beteiligten – die Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen, die Beschäftigten und die Kommunen, die darauf warten, stambulante Versorgungsangebote aufzubauen.
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