Finanzierung
Prognose: Sozialversicherungsbeiträge könnten 2035 rund 50 Prozent betragen
Bis zum Jahr 2035 müssen laut einer Prognose die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland fast die Hälfte ihres Einkommens für Renten- und Krankenkassenbeiträge abgeben, wie die DAK mitteilt. Das Berliner IGES-Institut hatte im Auftrag der DAK die mögliche Entwicklung analysiert.
Laut der Prognose steige der kombinierte Satz von Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung bis 2035 auf durchschnittlich 48,6 Prozent, teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit am 25.6.2024 in Berlin mit. Derzeit beträgt die durchschnittliche Sozialabgabenquote 40,9 Prozent. Das Berliner IGES-Institut hatte im Auftrag der DAK die mögliche Entwicklung analysiert. Es hatte dafür drei Szenarien zugrunde gelegt und dabei verschiedene Möglichkeiten einbezogen, wie sich Bevölkerung und Einkommen entwickeln könnten, wie der Evangelische Pressedienst (epd) berichtet. Im ungünstigen Szenario stieg der prognostizierte kombinierte Beitragssatz sogar auf 51,2 Prozent bis 2035. Bei günstiger Entwicklung müssten sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in jenem Jahr im Schnitt immer noch 45,8 Prozent für Rente, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung einzahlen.
Um den Kostenanstieg zu dämpfen, empfahl die DAK eine stärkere Steuerfinanzierung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Dies könnte den Angaben zufolge den Beitragsanstieg der Krankenversicherung bis 2035 um 0,6 Prozent und den der Pflegeversicherung um 0,3 Prozent geringer ausfallen lassen. Im Basisszenario würde der durchschnittliche Beitragssatz dann nur auf 47,7 Prozent steigen. Durch eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik in der Krankenversicherung könne der Beitragssatz insgesamt im Basisszenario sogar auf 45,9 Prozent begrenzt werden.
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