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Pflegeanbieter Kenbi ist insolvent
Der Pflegeanbieter Kenbi GmbH hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Ziel des Unternehmens sei es, die bereits begonnene Restrukturierung abzuschließen, teilte Kenbi am Montag mit. Der Geschäftsbetrieb soll ohne Einschränkungen weiterlaufen.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Gregor Bräuer von der Kanzlei Streitbörger bestellt. „Alle von Kenbi betreuten Personen werden weiterhin zuverlässig versorgt. Die Versorgungsverträge bleiben gültig und werden erfüllt“, betonte Bräuer. Auch die Löhne der rund 850 Beschäftigten seien über die Bundesagentur für Arbeit abgesichert.
Kenbi wurde 2019 gegründet. Das Unternehmen betreut rund 2.500 Pflegebedürftige an rund 50 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg. Dabei setzt Kenbi auf ein Konzept mit dezentralen, selbstorganisierten Pflegeteams, die eigenständig arbeiten und dabei durch digitale Tools und Lösungen unterstützt werden.
Wie viele Pflegeunternehmen kämpft Kenbi mit steigenden Personal- und Energiekosten, die von den Pflegesätzen nicht vollständig gedeckt werden. Zudem hatte die Corona-Pandemie wirtschaftliche Reserven aufgebraucht.
Die Geschäftsführung hatte bereits 2024 mit einer Neuausrichtung begonnen und sich stärker auf das Kerngeschäft Pflege konzentriert. Die Entwicklung eigener digitaler Tools wurde im Januar 2025 eingestellt.
Nun werden Sanierungsoptionen geprüft – darunter Investorensuche oder ein Vergleich mit Gläubigern. Insolvenzverwalter Bräuer sieht Chancen für eine Rettung: „Kenbi ist ein innovatives Unternehmen mit tragfähigen Konzepten.“
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