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Mehr Abschlüsse in der Pflegehilfe: Quote steigt durch Assistierte Ausbildung auf 74 Prozent

Das Landesprogramm „Assistierte Ausbildung für die Pflegehilfe“ in Sachsen-Anhalt zeigt Wirkung: Seit 2021 wurden über 2.100 Auszubildende unterstützt, die Abschlussquote deutlich gesteigert und mehr internationale Azubis gewonnen. Das Programm wird bis 2028 fortgeführt und ausgeweitet.

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Mit dem Pflegeberufereformgesetz soll der Wechsel zwischen Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege erleichtert und den Pflegefachkräften ein breiteres Tätigkeitsfeld eröffnet werden. Foto: Werner Krüper

Sachsen-Anhalt bereitet sich auf die bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung vor. „Im Schulterschluss mit Betrieben, Schulen und Netzwerken machen wir derzeit unsere Hausaufgaben“, erklärte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne laut Mitteilung. Das Landesprogramm unterstütze gezielt Auszubildende und Einrichtungen. Insbesondere junge Menschen mit schwierigeren Startbedingungen erhielten so bessere Chancen im Pflegeberuf.

Nach Angaben des Ministeriums profitieren seit 2021 mehr als 2.100 Auszubildende. Die Zahl der Anfänger:innen stieg von zunächst 513 auf zuletzt 840. Gleichzeitig konnte die Abschlussquote „von 50 Prozent auf 74 Prozent verbessert werden“, so Grimm-Benne. Dies trage dazu bei, „motivierte Kolleginnen und Kollegen für den Pflegebereich“ zu gewinnen und die Versorgung von Patient:innen zu sichern.

Mehr internationale Auszubildende in der Pflegehilfe

Auffällig sei laut Ministerium der wachsende Anteil internationaler Auszubildender: „Ihr Anteil stieg um rund 70 Prozent auf 81 Personen.“ Die intensive Begleitung – sozialpädagogisch, sprachlich und fachlich – gilt als zentraler Faktor für diesen Erfolg. Sie greift insbesondere dann, wenn Auszubildende mit persönlichen oder wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sind.

Nadine Stephan von der DRK-Netzwerkstelle betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: Die jüngste Pflegehilfekonferenz habe gezeigt, „wie wichtig die Zusammenarbeit aller Beteiligten für eine zukunftsfähige Pflegehilfeausbildung ist“. Das Programm trage „zur erfolgreichen Qualifizierung, zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen und zur Fachkräftesicherung in der Pflege bei“ (Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt).

Ausbau bis 2028 und neue bundeseinheitliche Ausbildung

Das durch EU- und Landesmittel geförderte Programm wurde bis 2028 verlängert. Gleichzeitig steigt die Zahl der Plätze von 510 auf 610 pro Jahr. Parallel dazu kommt eine grundlegende Reform: Ab 2027 gilt bundesweit die neue, vergütete Pflegefachassistenzausbildung. Diese dauert 18 Monate und verzahnt Theorie mit Praxis in der Akut-, Langzeit- und ambulanten Pflege.

Für Pflegebedürftige bedeutet dies laut Ministerium eine „verlässliche und gleichbleibend hohe Qualität“. Für Einrichtungen der häuslichen Pflege dürfte vor allem die bessere Qualifizierung und Stabilisierung des Nachwuchses relevant sein.